„Die Katzen von Sansibar erzählen“, von Kurt Lütgen; Georg Westermann Verlag, Braunschweig; 280 Seiten, 9,80 DM

„Stadt im Süden“, von Lorenz Graham, aus dem Amerikanischen übertragen von Hermann Stiehl; Union Verlag, Stuttgart; 171 S., 8,80 DM

„Bring den Schnee durchs Feuer“, von Frederik Hetman; Verlag Herder, Freiburg, Basel, Wien; 254 S., 14,80 DM

INHALT: Die fiktive Autobiographie schildert die Reisen der Mary Kingsley, die Ende des vorigen Jahrhunderts nach Afrika fuhr, allein als Händlerin die gefährlichsten Gegenden Westafrikas durchquerte und für das Britische Museum Fische, Tabu- und Fetischsitten sammelte.

AUSSERDEM wird das Buch durch die Art aktuell, wie Miss Kingsley ihren „Landsleuten die Augen öffnete für Entwicklung, Charakter und Wesen der eingeborenen Afrikaner“: voll gefühlsmäßiger Gerechtigkeit, mit Humor und Phantasie. Besonders empfehlenswert.

INHALT: Eine Negerfamilie in den Südstaaten wird von Weißen verleumdet, arbeitslos gemacht und schließlich überfallen, wobei ein Weißer, der sich auf die Seite der Neger gestellt hatte, umkommt. Die Familie zieht nach Norden, obgleich die Weißen versuchen, das Unrecht gutzumachen.

AUSSERDEM wird der Leser von dem ruhigen, warmherzigen, aber leidenschaftslosen Ton des Berichts beeindruckt. Besonders empfehlenswert.