Dank ihrer über dem Bundesdurchschnitt liegenden Umsatzausweitung konnte die Holsten-Brauerei, Hamburg, im Geschäftsjahr 1961/62 (30. September) ihre Stellung als größte norddeutsche Brauerei festigen. Der derzeitige Jahresumsatz beträgt mehr als 900 000 Hektoliter Bier. Die Holsten-Gruppe erzielte im abgelaufenen Kalenderjahr einen Getränkeumsatz von 1,363 Millionen Hektoliter. Leider konnte sich das Unternehmen noch nicht entschließen, für das Berichtsjahr vergleichbare Ausstoßzahlen bekanntzugeben, so daß die Aktionäre gezwungen sein werden, sich mit Prozentrechnungen zu begnügen, wenn sie sich am Erfolg ihres Unternehmens erfreuen wollen.

Dem Vorstand ist zu glauben, daß die Expansion nicht auf Kosten der Rentabilität gegangen ist. Dank der gestiegenen Umsatzerlöse konnten nicht nur die auf 15,03 (13,38) Mill. aufgeblähten Personalkosten aufgefangen, sondern darüber hinaus auch noch eine Zunahme des Gewinns erzielt werden, wenn man dafür den Steuerposten (Ertrag und Vermögen) von 8,1 (7,9) Mill. als Indiz nimmt.

Das Ergebnis erlaubt es nicht nur, wieder eine Dividende von 16% auf das 1961 von 10 auf 15 Mill. über Berichtigungsaktien erhöhte Grundkapital zu verteilen, sondern daneben hat es ausgereicht, mit 1,45 (1,5) Mill. die Rücklagen beträchtlich zu stärken. Sie machen jetzt 5,05 Mill. aus. Die Investitionen von 6,8 (8,8) Mill. konnten fast vollständig aus den Abschreibungen von 6,6 (6,4) Mill. finanziert werden. Den Pensionsrückstellungen wurde, ein Betrag von 0,42 (0,66) Mill. zugewiesen. Daneben wurden Wertberichtigungen auf das Umlaufsvermögen (in der Hauptsache auf Darlehensforderungen) von 1,33 (1,20) Mill. vorgenommen. Angesichts der betont vorsichtigen Geschäftspolitik der Brauerei wird man vermuten können, daß hierin auch stille Reserven enthalten sind. – Die Investitionstätigkeit geht weiter... K.W.