Aus dem Ungarischen übertragen von Charlotte Ujlaky

Die beiden Alten genossen den Feierabend auf dem schmalen Gartenbänkchen unter dem Nußbaum, auf das der Herbstsonnenschein nur noch kahle Äste mit einigen sanft schaukelnden Topasanhängern zeichnete. Es war friedlich im kleinen Vorstadtgarten. Für einen Augenblick drang in die Stille das ferne Rattern eines Vorortzuges. Wieder fiel ein gelbes Blatt zur Erde. Die alte Frau strickte an einem grauen Wollstrumpf, der alte Mann neben ihr wäre gewiß längst eingeschlafen, hätte das Blitzen der Stricknadeln ihn nicht immer wieder aufgestört. „Der alte Timár ist gestorben“, sagte er schläfrig. Er hatte es ihr schon am Vormittag sagen wollen, doch irgendwie war er nicht dazu gekommen.

„Was sagst du?“ fragte die alte Frau, die nicht gut hörte.

„Der alte Timár ist gestorben“, wiederholte der alte Mann etwas lauter.

„Was hat ihm gefehlt?“

„Er hat sich umgebracht.“

Die alte Frau strickte weiter. „Er war schon so alt“, sagte sie.