FÜR Jungen und Mädchen mit detektivischen

Neigungen –

Wilhelm Mathiessen: „Das Rote U“ (Neuausgabe); Hermann Schaffstein Verlag, Köln; 127 S., 6,80 DM.

ES ENTHÄLT die Geschichte von vier frechen Jungen und einem schlauen Mädchen, die Eltern und Lehrer mit ihren wohlorganisierten Streichen bisher zur milden Verzweiflung gebracht haben, auf einmal aber selber recht verstört dreinschauen: Ein geheimnisvoller Auftraggeber, der seine Briefe mit „Das Rote U“ zeichnet, tritt mit seinen nicht zu durchschauenden ungewöhnlichen Forderungen an sie heran. Sie erfüllen sie alle, selten zum Schluß und guten Ende auch den Zweck des Unternehmens ein und erkennen in dem mysteriösen „Roten U“ einen bis dahin wenig beachteten Bekannten wieder.

ES GEFÄLLT, weil dieses Buch (das zuerst 1932 erschien und von dem jetzt das 122. Tausend gedruckt wurde) beweist, daß es gar nicht unbedingt Mord oder Totschlag sein müssen, sondern daß auch ganz unblutige, im Endeffekt harmlose Abenteuer eine spannende Geschichte abgeben können. PeK