Bremer Landesbank und die Staatliche Kreditanstalt Oldenburg-Bremen konnten auch im Geschäftsjahr 1962 ihr zusammengefaßtes Bilanzvolumen wieder erhöhen, und zwar von 2787,4 Mill. DM auf 3010,9 Mill. DM. Das Schwergewicht hat sich dabei wiederum stärker auf die langfristigen Ausleihungen verlagert. Die Bilanzsumme der Staatlichen Kreditanstalt stieg um 238,8 Mill. DM, also um 12,1 % auf 2212,7 Mill. DM, hingegen hat sich das Bilanzvolumen der Bremer Landesbank um 15,2 Mill. DM auf 798,2 Mill. DM verkürzt. Die Geschäftsausweitung bei der Staatlichen Kreditanstalt ist wesentlich von der Bremer Landesbank beeinflußt worden, indem diese die Konsolidierung kurzfristiger Kredite im Wege einer Umschuldung auf die Staatliche Kreditanstalt unterstützte.

Der Gewinn beider Institute nach Vornahme der Abschreibungen, Bildung von Rückstellungen und einer Erhöhung der Wertberichtigungen beträgt für jede der Schwestern 3,75 Mill. DM. Jeweils 1 Mill. DM hiervon sind den gesetzlichen Rücklagen und 2 Mill. DM den sonstigen Rücklagen zugeführt worden. Der verbleibende Rest von 0,75 Mill. DM je Institut ist an die Anteilseigner ausgeschüttet worden. Die haftenden Mittel beider Schwesternbanken erhöhten sich von 65 auf 71 Mill. DM, und zwar bei der Bremer Landesbank von 35 auf 38 Mill. DM, bei der Staatlichen Kreditanstalt von 30 auf 33 Mill. DM.

Bei der Staatlichen Kreditanstalt stiegen die mittelfristigen und langfristigen Ausleihungen für den Wohnungsbau um 104 Mill. DM (14 %), für Landwirtschaft und öffentliche Kreditnehmer um 50 Mill. DM (20 %), für die gewerbliche Wirtschaft um 12 Mill. DM (3 %) und für die Schiffahrt um 36 Mill. DM (9 %).

Bei der Bausparkasse, die von der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen als Abteilung geführt wird, erhöhten sich die Vertragssummen von 407,4 auf 478,1 Mill. DM. Das Institut hat den Bausparern durch den Bau von „Beispielshäusern“ Anregungen gegeben. Im übrigen untersucht die Staatliche Kreditanstalt an 25 landwirtschaftlichen „Beispielsbetrieben“ die Möglichkeiten und Grenzen der Stufenfinanzierung. Zu diesem Zweck stellt sie verbilligte Kredite zur Verfügung.

Bei der Bremer Landesbank haben die kurzfristigen Kredite um insgesamt fast 15 Mill. DM, mithin um gut 5 % zugenommen. Dabei verzeichnete das Institut vor allem bei Importfinanzierungen mit etwa 74 % eine starke Zuwachsrate. Hierbei wirkten sich besonders die hohen Getreideimporte aus, die im Berichtsjahr auf Grund der langwährenden Unsicherheit hinsichtlich des neuen EWG-Getreidepreisniveaus weit über dem Einfuhrvolumen von 1961 lagen.

Durch Ausgabe eigener Pfandbriefe und Kommunalobligationen sowie durch Aufnahme von Globaldarlehen bei Kapitalsammelstellen wurde das gewachsene langfristige Kreditvolumen der Staatlichen Kreditanstalt finanziert. Der Absatz eigener Emissionen lag bei 178 Mill. DM und erreichte damit fast die Vorjahrshöhe von 180 Mill. DM. Sml.