Doch von dieser Welt

Tektiten, kleine glasartige Objekte, die in vielen Gegenden der Erde gefunden werden, stammen nicht, wie häufig angenommen wird, aus fernen Welten, sondern sind irdischen Ursprungs. Dies jedenfalls ist das Resultat, zu dem Wissenschaftler der Universität Wisconsin gelangt sind.

Die beiden Gelehrten, Larry Haskin und Mary A. Gehl, haben in drei Tektiten die Menge der unter dem Namen Seltene Erden bekannten Elemente festgestellt und das Ergebnis mit Analysen aus irdischem Gestein verglichen. Dabei benutzten die Wissenschaftler die neue, sehr genaue Meßmethode der Neutronenaktivierung. Es stellte sich heraus: in Tektiten kommen Seltene Erden mit der gleichen Häufigkeit vor wie in den Erdgesteinen.

Sollte es sich dennoch herausstellen, daß Tektiten von anderen Sternen stammen, dann müßte man aus dem Resultat dieser Analyse folgern: die Funde kommen von einem Himmelskörper, der unserer Erde sehr ähnlich ist, oder der Ursprungsplanet dieser seltsamen Glaskörper ist früher einmal ein Teil der Erde gewesen. Beides ist freilich höchst unwahrscheinlich.

Abgase vergrößern die Tragfläche

Die „H 126“, Englands Versuchsflugzeug mit „unsichtbaren Tragflächen“, absolvierte erfolgreich ihren ersten Probeflug.

Die einsitzige Maschine von 15,2 m Länge und 13,7 m Spannweite erhält für ihren kurzen Start- und Landeweg eine zusätzliche Tragfläche aus Auspuffgasen. Die Abgase des Bristol-Siddelcy-Orpheus-Turbinenstrahlmotors werden durch den Rumpf geleitet und an den Tragflächen ausgestoßen. Dort bilden sie ein dünnes, gasförmiges „Blatt“, das durch die Klappen der Tragflächen in die günstigste Lage gebracht werden kann. Dadurch wird der Auftrieb verstärkt. Um das Flugzeug bei langsamer Fahrt besser unter Kontrolle halten zu können, sind an den Tragflächen Düsen angebracht, die dem Quermoment entgegenwirken. Weitere Düsen am Heck gleichen die auf- und abwärts gerichteten Bewegungen der Maschine aus.