Der große Selbstbetrug

Die Einwohner Großbritanniens haben im vergangenen Jahr nach einem vom Schatzamt veröffentlichten Bericht mit insgesamt 22,752 Mrd. £ (250,3 Mrd. DM) um 4 12 % mehr verdient als im Jahr 1961. Ein Drittel dieses Mehrverdienstes wurde jedoch von höheren Steuern und Sozialabgaben wieder abgeschöpft. Das britische Bruttosozialprodukt betrug 1962 24,824 Mrd. £ (273,1 Mrd. DM), was rein zahlenmäßig einer Steigerung um 3 1/3 % gegenüber 1961 gleichkam. Bei Berücksichtigung der Preisveränderungen aber hat sich das Bruttosozialprodukt im vergangenen Jahr gegenüber 1961 um ein halbes Prozent verringert.

Deutsche Auslandsinvestitionen

Insgesamt 1,279 Mrd. DM sind im vergangenen Jahr von Deutschen im Ausland, investiert worden. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, stiegen damit die deutschen Gesamtinvestitionen im Ausland seit 1952 auf 4,955 Mrd. DM. Davon entfielen rd. 2,364 Mrd. DM auf Amerika, 1,979 Mrd. DM auf Europa, 316,9 Mill. DM auf Afrika, 186,5 Mill. auf Asien und 108,7 Mill. auf Australien und Ozeanien.

Wettlauf in Stahl

Die Rohstahlerzeugung der Welt erhöhte sich im Jahre 1962 nur um 2,1 % auf insgesamt 369 Mill. t. Die Wachstumsrate ging somit gegenüber 1959 mit 12,4 %, 1960 mit 12,3 % und 1961 mit 4,2 % wesentlich zurück. In den wichtigsten Stahlerzeugungsländem der westlichen Welt wurde zum Teil nur die Vorjahresmenge erreicht bzw. leicht über- oder unterschritten. So blieb der größte Stahlerzeuger der Welt, die USA, mit 90,8 Mill. t (1961 90,5 Mill. t) nur knapp über dem Vorjahresergebnis: In der Bundesrepublik, die an dritter Stelle hinter den USA und der UdSSR steht, ging die Rohstahlerzeugung um 2,7 % auf 32,6 Mill. t zurück; der viertgrößte Stahlerzeuger, Japan, erzeugte mit 27,4 Mill. t fast 3 % weniger als 1961. Die UdSSR erhöhte die Erzeugung um 7,8 % auf 76,3 Mill. f.

58 % kamen von der Volksschule