FÜR jedermann, der wie Sie geneigt ist, auch Literaturteile von Zeitungen zu lesen –

Graham Greene: „Romane“; Paul Zsolnay Verlag, Wien; Band 1: 716 S., 24,– DM; Band 2: 832 S., 24,– DM.

ES ENTHÄLT Band 1 die „großen“ Romane. „Die Kraft und die Herrlichkeit“ (The Power and the Glory), „Das Herz aller Dinge“ (The Heart of the Matter), „Das Ende einer Affäre“ (The End of the Affair); Band 2 die „Unterhaltungsromane“ „Orient-Expreß“ (Stamboul Train), „Das Attentat“ (A Gun for Sale), „Jagd im Nebel“ (The Confidential Agent), „Zentrum des Schreckens“ (The Ministry of-Fear); zu jedem Roman eine neue, von Greene eigens für die deutsche Ausgabe geschriebene Einleitung.

ES GEFÄLLT als ein dritter Versuch, für diesen hervorragenden englischen Schriftsteller auch in Deutschland das Echo zu finden, das er verdient: billiger (etwa um die Hälfte) als die gebundenen Einzelausgaben, solider als die Taschenbücher – ein bißchen zu mächtig, zu schwergewichtig für unseren Geschmack. Aber vielleicht ist ja etwas dran an dem Gerücht, daß der deutsche Durchschnittsleser vom Volumen des Buches auf den Rang des Autors schließt – und dann könnten Greenes Werke gar nicht voluminös genug auf den Markt gebracht werden. Leo