Der „Vater der Atombombe“, Robert Oppenheimer, eines der prominentesten Opfer des McCarthyismus, wurde jetzt in den USA offiziell rehabilitiert: Die staatliche Atomenergiekommission, aus der Oppenheimer 1954 verstoßen wurde, verlieh ihm den mit 200 000 Mark dotierten Enrico-Fermi-Preis. Der Atomphysiker hatte sich vor 1949 unter dem Eindruck des Massakers von Hiroshima und beeinflußt von den politischen Ansichten George Kennans geweigert, in der Entwicklung der Wasserstoffbombe mitzuarbeiten. McCarthy verdächtigte ihn daraufhin, ein „Agent der Sowjetunion“ zu sein; Oppenheimer wurde mit ausdrücklicher Billigung Eisenhowers aus „Sicherheitsgründen“ von seinen Ämtern in der AEC entbunden. D. Z.