NEUKIRCHEN (Haus Seebüll):

„Nolde“

Seit Ostern ist Haus Seebüll wieder offen. Als Nachfolger des im Vorjahr verstorbenen Joachim von Lepel hat Dr. Martin. Urban, bisher am Landesmuseum Schloß Gottorf in Schleswig, die Leitung von Seebüll übernommen (Nolde selber hatte ihn testamentarisch, falls Joachim von Lepel ausscheiden sollte, für diesen Posten vorgesehen). Ein großer Teil der Nolde-Stiftung ist zur Zeit auf Reisen. 100 Bilder und Aquarelle sind bis Ende April in New York im „Museum of Modern Art“ ausgestellt. Der große neunteilige Altar „Leben Jesu“ ist nach Süddeutschland ausgeliehen. Dafür sieht man eine Reihe unbekannter Werke. Neu im Raum der religiösen Bilder: Eine „Heilige Familie“ und eine „Auffindung des Moses“, die Gruppe der Ägypterinnen sehr monumental, streng archaisch, aber in den Grenzen dieser typisierenden Physiognomik spiegeln die Gesichter die abgestuften Reaktionen von Freude und Erschrecken über den Fund. Auch im Sonderraum der Aquarelle wurden die Blätter ausgetauscht. Ebenso sieht man in den Vitrinen eine neue Auswahl der „ungemalten Bilder“. Haus Seebüll kann bis zum 30. November jeden Tag, auch an Feiertagen, von 10 bis 12 und 13 bis 18 Uhr besucht werden. Wer nach Sylt oder nach Dänemark reist, kann es über Niebüll-Neukirchen erreichen.

BOCHUM (Galerie Wilm Falacik):

„Etruskische Kunst“

Bis Ende April zeigt die Galerie Ergebnisse der neuesten Ausgrabungen in Vulci, die dort seit 1961 von der Gesellschaft; Hercle durchgeführt werden. Vulci war im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. eine der reichsten etruskischen Städte, ist vor allem wegen seiner Gußbronzen berühmt, die in den Kammergräbern gefunden wurden: Kandelaber, Rauchgefäße, Votivstatueten. Etruskische Bronzen sind begehrte Sammelobjekte, an eleganter Stilisierung und groteskem Charme übertreffen sie ihre griechischen Vorbilder.

HAMBURG (Dr. Ernst Hauswedell):