So konnte es und so wird es nicht bei uns weitergehen. Das ergab sich während einer Verhandlung, die ich heute morgen mit meiner Frau geführt habe, wobei ich in der Badewanne saß, was für Gespräche mit einem ohnehin schon überlegenen Gegner keine günstige Position ist. Verhandlungsgegenstand war die Tatsache, daß wir jetzt durch Mainz zwei ausgewachsene Fernsehprogramme haben, aber nur ein Fernsehgerät.

„Ich mache das nicht mehr länger mit“, erklärte Ingwelde und stellte meine Zahnbürste aus ihrem Glas in meins zurück.

„Ich auch nicht“, erklärte ich.

„Schon am Eröffnungsabend habe ich deinetwegen auf O. W. Fischer und Curd Jürgens verzichten müssen, weil du unbedingt ‚Vorsicht Kamera‘ sehen wolltest.“

„Dafür habe ich schon seit Tagen keine Nachrichtensendung aus Mainz gesehen, weil du in den blonden Sprecher vom I. Programm verknallt bist“, konterte ich.

„Ich habe dir angeboten, beide Nachrichtensendungen anzusehen.“ „Das hätte mir gerade noch gefehlt: Großer Bonner Bahnhof für den Landwirtschaftsminister von Kamerun auch noch zweimal am Abend!“

„Du kannst einfach nicht nachgeben, das hast du von deiner Mutter“, behauptete Ingwelde und betrachtete meinen schütteren Rasierpinsel.