Platteln auf Gummi?

Das „Pflegen von Gepflogenheiten“ ist nicht für, immer und für alle Zukunft möglich, auch wenn sie – die Gepflogenheiten – bestimmt „angestammt“ und rein-urig sind. Geht ihr Verlust jedoch nicht gleich an Kropf und Kragen, sollte er zu verschmerzen sein: Die 4500 Mitglieder bayrischer Gebirgs- und Volkstrachtenvereine kostet’s wahrscheinlich nur den Schuh, den genagelten. Auf ihrer Frühjahrsversammlung, so wird berichtet, kam alles zur Sprache, „was das Bestreben der Trachtler behindert“, so zum Beispiel die Kündigungen von Vereinslokalen, wo die Kehlen zum Jodeln und die Genagelten zum Platteln kamen. Da die Angst vieler Wirte um das Wohl ihrer Fußböden Anlaß für viele Kündigungen ist, wird man in Zukunft höchst wahrscheinlich auf den Nagelschuh verzichten. Ein Trost den Trachtlern: Auf den Geist kommt es an, auf ihn allein: Gummisohlen werden nicht weniger erfolgreich sein.

Zuwachs für die Sommerferien

In wenigen Wochen beginnt die Werbung: „Nimm ein Kind aus Berlin“ – eines der 250 000, die es nötig haben, wenigstens einmal im Jahr etwas anderes zu sehen als nur ihre Stadt. Die Stiftung „Hilfswerk Berlin“ sucht für die Dauer der Berliner Sommerferien vom 11. Juli bis zum 21. August „Familienfreiplätze“. Alle Jugendämter und Verbände der freien Wohlfahrtspflege – auch das Deutsche Rote Kreuz – nehmen bis zum 15. Mai Angebote entgegen. Geldspenden erbittet die Stiftung „Hilfswerk Berlin“ auf ihr Postscheckkonto Frankfurt/M. 1390.

Tiefkühl-Menüs im Speisewagen

Eine Produktion- und Versorgungsstätte für ihre Betriebe richtet die Deutsche Schlafwagen- und Speisewagen-Gesellschaft gegenwärtig auf einem 16 000 Quadratmeter großen Gelände in Rastatt ein. Vor allem ist eine eigene Produktion von Spirituosen, Frucht- und Obstsäften geplant. Auch Tiefkühl-Menüs, mit denen man sich in den neuen Büffetwagen künftig selbst bedienen“ kann, sollen in Rastatt zubereitet und von dort aus an die Einsatzorte der Büffetwagen geliefert werden. Eine Metzgerei, die die Produktionszentrale mit Fleisch- und Wurstwaren versorgt, ist ebenfalls vorgesehen.

Mit dem „Ferienbillett“ durch die Schweiz

Das „Ferienbillett“ gilt als der beliebteste Schweizer Fahrausweis. Es ist einen Monat lang gültig, kann um zehn, zwanzig oder dreißig Tage verlängert werden und bietet die Möglichkeit, mindestens fünf Ausflüge mit 50 Prozent Ermäßigung zu unternehmen. Inhaber dieser Billette können auch die „regionalen Abonnemente und Fortsetzungskarten“, die für vierzehn verschiedene Gegenden der Schweiz erhältlich sind, mit einer Ermäßigung von 25 Prozent erwerben. Diese Fahrausweise sind in einigen Gebieten an sieben aufeinanderfolgenden Werktagen, in einigen an fünfzehn Tagen gültig – für Bahn, Schiff und Postauto.