Haben Sie’s salopp, mein Herr?“ Nun, ich bin kein Hinterwäldler. Im Gegenteil. Ich bin ein bewußter Konsument, ein Käufer von Erfahrung. Sicher, es war ein dorniger Weg. Aber ich habe es geschafft, und heute bin ich ein Routinier. Ich kaufe preisgünstig, beachte die modischen Akzente, weiß, daß Größen ausfallen und nicht nur einfach Größen sind, und ich verbanne Vokabeln wie „billig“. Ich bin stets auf der Hut in dem anstrengenden Ringen zwischen Kunden und Verkäufern um den sozialen Rang.

Hier aber deutet sich eine neue Dimension in der Auseinandersetzung an: die „Direkteinflußnahme“ auf die Käuferseele durch eine Suggestivfrage. „Haben Sie’s salopp, mein Herr?“ fragt die Verkäuferin. Da gibt es kein Zögern. Ich habe einen Schlafanzug verlangt und muß jetzt antworten, Aber ich gebe mich geschlagen, schüttele den Kopf und nicke dann in der schwachen Hoffnung, daß es doch noch einen Ausweg gebe. Es gibt keinen. Die Siegerin macht es kurz. Sie befiehlt: „Dann nehmen sie Weinrot, mein Herr!“ – Ich hab’s nun salopp. Carl Elg