Angesichts des etwa gleichgebliebenen Jahresergebnisses erscheint es uns angebracht, die Dividende in der Vorjahreshöhe beizubehalten“, schrieb die Braunschweig-Hannoversche Hypothekenbank, Braunschweig, (Börsenname: Braune Hanne) im Vorjahr, als sie 15 % Dividende auf das Aktienkapital von 9 Mill. DM zahlte. 1962 war der ausgewiesene Gewinn von 4,11 Mill. (3,54) beachtlich höher als im Vorjahr, die Dividende auf das um 3 Mill. DM erhöhte Grundkapital blieb jedoch – diesmal im Jahresbericht kommentarlos vorgeschlagen – unverändert.

Dem Großaktionär des Institutes, der Braunschweigischen Staatsbank mit über 63 % des Aktienkapitals, wird der Verzicht auf eine höhere Ausschüttung nicht schwergefallen sein; die erhöhte Reservenstärkung der Tochter von 2,61 Mill. (2,0) aus dem Gewinn und 2,64 aus dem Aufgeld der Kapitalerhöhung bleibt ja „in der Familie“. Die offenen Reserven von 21,75 Mill. haben nun fast das Doppelte des Grundkapitals von 12 Mill. erreicht und einen Emissionsspielraum für Pfandbriefe und Kommunalobligationen geschaffen, der eine weitere Erhöhung des Aktienkapitals „vorerst nicht notwendig“ macht.

Bemerkenswert ist die räumliche Verteilung der Deckungsdarlehen: Niedersachsen liegt zwar sowohl bei den Hypotheken- als auch Kommunaldarlehen an der Spitze der Kredite, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, danach rangieren aber bereits Berlin und Bayern bei den Hypothekendarlehen mit weitem Abstand vor anderen Ländern.

Bei einer Bilanzsumme von 1,06 Mrd. DM (0,88) übertrifft der Umlauf der Hypothekenpfandbriefe von einer halben Milliarde DM den der Kommunalobligationen fast um das Vierfache. Kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten von 140 Mill. DM erscheinen in der Bilanz relativ hoch. Sie finden ihre Begründung darin, daß zum Jahresschluß Schuldverschreibungen bereits verkauft und bezahlt, aber noch nicht „geliefert“ waren. W. W.