Wirtschaft

Steuerflucht nach Ghana

frika möge ein Naturparadies bleiben, ein Steueroasen gäbe, in die es sich vor dem gierigen Steuerparadies für deutsche Investoren dürfe deutschen Fiskus zu flüchten lohnt! Aes nicht werden.

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DIE ZEIT

Scherben in Laos

Noch kein dreiviertel Jahr ist es her, daß die Genfer Vierzehn-Mächte-Konferenz dem Dschungelkrieg in Laos ein Ende setzte, doch heute hält das labile hinterindische Königreich die Kanzleien in Ost und West schon wieder in Atem.

Vertane Chance

Mit einer Gewehrsalve hat Franco die Hoffnung zunichte gemacht, Spanien befinde sich auf dem Weg zur politischen Liberalisierung.

Machtwort der Union

Die Entscheidung über Adenauers Nachfolger stand schon fest, ehe die Parteigremien am Montag und Dienstag zusammentraten. Die Mehrheit der CDU/CSU wollte eine weitere Verzögerung der Nachfolgefrage nicht mehr hinnehmen.

Kanzler bis zum bitteren Ende?

Die Würfel sind gefallen. Nach den langen Jahren der qualvollen Auseinandersetzung um die Nachfolge Konrad Adenauers, die in den letzten Wochen alle Züge einer Entscheidungsneurose annahm, hat sich die CDU/CSU zu einem Entschluß durchgerungen: Ludwig Erhard, der Bundeswirtschaftsminister, ist ihr nominierter Kanzlerkandidat.

Arabische Unruhe

Fällt König Hussein von Jordanien als nächster mittelöstlicher Staatschef dem Traum von der „arabischen Einheit“ zum Opfer? Kaum wurde in Kairo die Gründung der zweiten „Vereinigten Arabischen Republik“ proklamiert, zu der sich Ägypten, Syrien und der Irak nach langwierigen Verhandlungen zusammengeschlossen haben, da brach in Amman auch schon der Sturm der jordanischen Nasser-Anhänger gegen den jungen Haschemitenkönig los.

Zeitspiegel

„Ich bin nicht mit Begeisterung von Cadenabbia weggeflogen. Aber ich glaube, es ist ganz gut, daß ich wieder da bin. Aus der Entfernung nimmt sich manches eigenartig aus, und man bekommt keine volle Klarheit.

Millionär mit missionarischem Eifer

Er ist eine Gestalt aus dem amerikanischen Legendenbuch: Er fing als Küchenjunge an und wurde Millionär, er kam in einemarmseligen Zimmer zur Welt und residiert heute in einem Palast.

Wider das süße Leben

Wie ein Schlüsselwort beherrscht der Begriff des Degagements die Ansprachen, die de Gaulle in den ersten vier Jahren der Fünften Republik gehalten hat.

Wer regiert in Rom?

Italien steht wieder einmal vor den großen Parlamentswahlen. Schlagworte wie „Parteienherrschaft“, Parteifunktionäre“, „Parteibürokratie“ Und in aller Munde, aber vom Parlament haben die Italiener nur reichlich nebelhafte Vorstellungen.

Koexistenz mit Castros Kuba

Auf dem Fernsehschirm sprach der amerikanische Justizminister Robert Kennedy am vergangenen Sonntag ein großes Wort gelassen aus: Die exilkubanischen Gruppen in den USA sollten sich einigen, mit einer Stimme sprechen und sich durch eine einzige Führung vertreten lassen.

Ungeduld in Südtirol

Drei Faktoren haben das politische Bild Südtirols seit dem Sprengstoffsommer von 1961 entscheidend beeinflußt: Die Einsetzung der Neunzehner-Kommission zum Studium der Probleme der deutschsprachigen Minderheit in Italien; die Anklageerhebung gegen jene Polizisten, die beschuldigt waren, Südtiroler Häftlinge mißhandelt zu haben; und die Krise in der Südtiroler Volkspartei (SVP) seit der Gründung der Richtung „Aufbau“.

Wahlrecht und deutsche Demokratie

Immer wieder taucht in der politischen Diskussion der Bundesrepublik die Streitfrage auf, ob nicht ein Mehrheitswahlre du nach englischem Muster eingeführt werden sollte.

Ulbrichts Separatstaat

Walter Ulbricht baut weiter an seinem sozialistischen Separatstaat. In der letzten Woche veranlaßte er die Volkskammer, eine Reihe von Gesetzen anzunehmen, in denen die Organisation der Führungsgremien des SED-Staates neu geordnet wird.

Strauß muß um seine Hausmacht kämpfen

Julius Kardinal Döpfner verharrte in frostiger Zurückhaltung. Drei Stunden lang redete Franz-Josef Strauß auf ihn ein, dann beendete Münchens Oberhirte die Audienz ohne irgendeinen Hulderweis.

Charakter und Führerschein

Ausdrücklich hat das Bremer Oberverwaltungsgericht jetzt die Praxis der Polizeibehörden gebilligt, Kraftfahrern den Führerschein auch wegen allgemeiner charakterlicher Mängel zu entziehen.

Verletzte Persönlichkeit

Der Prokurist Engelbert G. aus Essen darf auf ein Schmerzensgeld wegen Persönlichkeitsverletzung rechnen. Der Bundesgerichtshof hat dem Oberlandesgericht in Düsseldorf ein Urteil zugeschickt: „Zur Haftung der Presse für eine unrichtige und ehrverletzende Gerichtsberichterstattung und zum Ersatz des immateriellen Schadens.

Verwischte Staatsgrenzen

Die Geschichte stand im Mitteilungsblatt eines niederländischen Verbandes als Zutphen (Provinz Drente) – einem Blatt, das etwa dem Organ eines deutschen Einzelhandelsverbandes entspricht.

Revolution im Pentagon

Mit seinen weißen Wänden, der hohen Decke und dem beigen Teppich strahlt der Raum Stille aus. Er beruhigt den Besucher ebenso durch seine riesigen Dimensionen wie durch die gedämpfte Flüsteratmosphäre.

Meine Freunde, die Verleger

Wie ich es dazu brachte; als sehr junger Mensch – ich war damals Student der Medizin – für meine sehr schlechten ersten Gedichte einen ersten Verleger zu finden (Leonhardt hieß der arme Mann): das habe ich in dieser Zeitung in anderem Zusammenhang schon berichtet.

Zeitfragen: Wußten Sie schon?

Wußten Sie schon, daß Tübingen die reinste Universitätsstadt Westdeutschlands ist? Auf jedes Tausend seiner 50 000 Einwohner kommen 170 Studenten.

Zeitalter der Angst

Als ich in unser Musikzimmer kam – Wir nennen es so, weil hier die beiden Kesselpauken stehen, die ich für den Fall angeschafft habe, daß ich mal interviewt werde und dann nicht ohne ein originelles Hobby dastehen will – da goß meine Frau gerade zwanzig Baldriantropfen in ein Glas; sie schien ziemlich erregt zu sein.

10. Sempe (Jean Jacques)

veröffent- die Erlebnisse mit Nicolas, „Wie sag lichte ich’s meinen Kindern“, und den Sammelband „Volltreffer“ (bei Diogenes, Zürich), in den USA und in England: „Women and Children First“ (bei Stephen Greene) und in Frankreich „Rien n’est simple“ (bei Denoël, 1962).

Zeitmosaik

Zum fünfzehntenmal wurden am vergangenen Sonntag die „Berliner Kunstpreise“ vergeben (unterteilt in sechs Sparten und jeweils einen „großen“, mit 10 000 DM dotierten „Berliner Kunstpreis der Jubiläumsstiftung 1848/1948“ und einen „kleinen“ Preis „Junge Generation“, der 5000 DM beträgt).

Kleiner Kunstkalender

„Saarland-Museum“ Das Saarland-Museum in Saarbrücken wurde erst vor zehn Jahren gegründet. Es besitzt heute bereits eine bedeutende Sammlung moderner Kunst, weit über dem Niveau eines Provinzmuseums.

Unsere Sprache: Untertreibung

In dem Bemühen, der deutschen Sprache weitmännischen Schliff zu geben, treibt man es manchmal, weit. Wer sich etwa den Anschein geben will, mit dem englischen Wesen vertraut zu sein, sagt und schreibt „typische Untertreibung“, zum Beispiel als Kommentar zu einer nüchternen Erklärung Macmillans oder Kennedys.

Wer ist der Jugendliche?

Wie ein Spielzeug liegt sie da im Bodensee, die Insel Mainau, mit dem Festland verbunden durch eine zierliche Miniaturbrücke, adrett zubereitet von Gärtnern und Gehilfen, die ständig dafür sorgen, daß das Inselchen bleibt, was es ist, die weithin gerühmte Blumeninsel, ein „Stück Welt- und Gartenschönheit“ (wie es ein Informationsheft formuliert).

Schweden blieb fern

Im Windschatten der großen, besonders der mediterranen Festivals gibt es im Laufe des Jahres einige manchmal kaum weniger informative, auf bestimmte Länder spezialisierte Veranstaltungen, wie etwa die Woche des asiatischen Films in Frankfurt oder die Nordischen Filmtage in Lübeck, ein klitzekleines und gemütliches Festival.

Maximilian Schell als Schriftsteller

In der letzten Wochenend-Ausgabe der „Welt“ erschien ein Artikel, als dessen Verfasser kein Geringerer zeichnete denn Maximilian Schell, Oscar-Preisträger, Hamburger Hamlet-Darsteller und bisher verhinderter Regisseur sowie, manch einer erfuhr das jetzt zum ersten Male, ehemals Redaktor der höchst achtenswerten „Neuen Zürcher Zeitung“.

„Vetter Phönix“

Der innere Monolog ist eine bevorzugte Form des literarischen Hörspiels geworden. Als 1922 der „Ulysses“ von Joyce erschien, war der innere Monolog eine terra incognita, auf der sich viele Literaturliebhaber verlaufen konnten.

Fernsehen: Ausgeglichene Runde

Sonderbar: Da hat man sich das müde Arbeitsgemeinschaftsprogramm in den letzten Wochen vor dem Start der Mainzer Konkurrenz immer mit dem Zurückhalten aller belangvollen Sachen erklärt, mit einer arglistigen Ansammlung von Paradestücken also, die den Neulingen bei Holzamer den Atem verschlagen würden.

Die Besten eines Jahres

Der Preis der Filmkritik, der unter dem Protektorat der ZEIT steht, würde fünf Ausländern und zwei Deutschen zuerkannt

Theater

Der Autor, 50 Jahre alt, von schwarzer Hautarbe, lächelte glücklich über den Publikumserfolg seiner deutschen Erstaufführung.

Buzzatis Lektionen

Selten trifft man heute noch auf einen Künstler, der etwas vom „Künder“ an sich hat, wie es ursprünglich im Wesen der Kunst lag.

Spiele von der Liebe und dem Sterben

Gesamtausgaben sind nicht das schlechteste Mittel, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Da nun einmal bewältigt werden muß – „So will es der Geist und die reifende Zeit“, heißt es bei Hölderlin; auch dient es dem Umsatz – ist es immerhin weniger beschwerlich, mit der Vergangenheit anzubinden als mit der Gegenwart, sie an ihren schwächsten Stellen zu packen und sich von ihren stärksten Stellen packen zu lassen.

Zu empfehlen

ES ENTHÄLT einen gescheit destillierten Extrakt aus Hicks-Karikaturen und den politischen Gesellschaftsberichten der Lisette Mullere, wie sie jede Woche in der „Geistigen Welt“ erscheinen – sowie einen formal und inhaltlich; gleich falschen Satz im Vorwort „zu diesem Buch“.

Ein Tag im Jahre 1951

Diesmal sind die Tauwetterfrösche nicht umsonst ihr Leiterchen – hinaufgekrabbelt: Alexander Solshenizyn ist nicht der soundsovielte Dudinzew, sondern ein großer Künstler.

Kenner hoch zwei

Man weiß: der Laie staunt, der Fachmann schmunzelt. Der Kenner aber steht turmhoch über Staunen und Schmunzeln. Er weiß Bescheid, er ist beschlagen und versiert, er ist in dem Sattel gerecht, auf dem er sitzt, kurz, er beherrscht „die respektive Materie“.

Sport für Herrn Jedermann

Selbst wenn das Zweite Deutsche Fernsehen den Olympiasieger Carl Kaufmann für seine Sportredaktion verpflichtet hat, wird sich an der Frage: Sportfernsehen – gibt es das schon? vorläufig kaum etwas ändern.

Das Treibhaus der Olympioniken

In den USA hat die Leichtathletiksaison mit erstaunlichen Leistungen begonnen. Ein 20jähriger, Henry Paul, lief 200 m und 220 Yards (201,17 m) auf Kurvenbahn in 20,3 Sekunden.

Reisespiegel

Läßt der Ehrgeiz nach, müssen sich halt Mittel und Wege finden, ihn wieder zu wecken. Ein solch hübsches Mittelchen hat das Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft e.

Weißt du, wieviel Sternchen...

Alljährlich, wenn in Paris im Frühjahr ein rotes Buch erscheint, auf dessen Umschlag ein pummeliges Reifenmännchen turnt, spielen die Franzosen das gleiche Spiel: Sie suchen Sterne, zwei Sterne, einen Stern, drei Sterne.

Reisenotizen für junge Leute

Eine der vielen Möglichkeiten, ein fremdes Land gut kennenzulernen, ist ein Aufenthalt als „Paying Guest“. Der Europa-Sprachklub in Düsseldorf, Bismarckstraße 89, vermittelt einen 14tägigen Aufenthalt in England bereits für 288 Mark.

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