Gut arbeiten – interessant reisen

Läßt der Ehrgeiz nach, müssen sich halt Mittel und Wege finden, ihn wieder zu wecken. Ein solch hübsches Mittelchen hat das Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft e. V. in Frankfurt kürzlich empfohlen: Mit „einer interessanten Reise“ soll in Zukunft der belohnt werden, der im Betrieb „Besonderes“ leistet. Wohin die Reise gehen soll, wird nicht vorgeschlagen. Vielleicht für besondere Leistungen in den Schwarzwald, für außerordentliche nach Mallorca. Wie wird die Arbeit wieder Spaß machen!

Kinderfreundliches Gegengewicht

Kinderfreundlichkeit muß nicht von Herzen kommen und ist doch begrüßenswert. Begrüßenswert, weil nützlich; und das ist er ganz gewiß, der Entschluß des bayrischen Landkreises Weilheim, in Zukunft eine Art Gegengewicht zu „kinderfeindlichen“ Fremdenverkehrsgebieten zu bilden. Der Kreis will Familien mit Kindern den Ferienaufenthalt so angenehm wie möglich gestalten. Zu hoffen bleibt, daß es im Dutzend dann auch noch billiger wird.

Frei-Parkschein

Ob Dorf, ob Stadt, jeder Ort, der etwas auf sich hält, möchte an der Reisesaison partizipieren und wird versuchen, den Strom der Touristen in seine Mauern zu locken und dort zu halten – und wenn es nur für ein paar Stunden ist. Der motorisierte Tourist, der München ansteuert, bekommt von dem Münchener Fremdenverkehrsverein einen Gutschein in die Hand gedrückt, der ihm erlaubt, auf einem bewachten Parkplatz seinen Wagen für ein paar Stunden abzustellen. Was, wenn der Platz bereits überfüllt ist?

Erleichterung für TEE-Reisende