Satellitenspuren geben Funkzeichen

Raumflugkörper erzeugen, wenn sie durch die Ionosphäre der Erde fliegen, elektromagnetische Wellen. Das jedenfalls ist nach den Berechnungen von Professor Floyd V. Schultz, Purdue-University, zu erwarten.

Der amerikanische Physiker überlegte sich, daß die geladenen Partikel der Ionosphäre, die durch die Passage des Flugkörpers ähnlich dem Kielwasser eines Schiffes aufgewirbelt werden, in schwingende Bewegung geraten und daß die Frequenz dieser Schwingung im Mikrowellenbereich liegt. Folglich müsse es möglich sein, Satelliten und Raumfahrzeuge auf ihrem Weg durch die Ionosphäre mit einem Mikrowellenempfänger zu verfolgen. Dadurch würde sich die komplizierte und teure Radar-Ortung erübrigen.

Wie der US-Gelehrte vor einigen Tagen bei einem Kongreß in Berkeley, Kalifornien, bekanntgab, ist seine Vermutung jetzt experimentell bestätigt worden.

Seemuscheln als Baumaterial

Ein Kunststoff-Fertighaus mit lichtdurchlässigem Dach und ebensolchen Decken hat die britische Firma East Essex Chemical Industries in Tollesbury entwickelt. Als Grundstoffe dienen zerstampfte Seemuscheln und Papiermaché, die zu einem Kunststoff. gepreßt werden, der den wärme- und schalldämmenden Wandplatten eine strukturierte Oberflächenbeschaffenheit verleiht.

Ein Fünf-Zimmer-Kunststoffhaus mit eingebauten Schränken, Staubabsaugevorrichtung und Müllschlucker soll ohne Grundstückskosten etwas über 31 000 Mark kosten. Zur Errichtung braucht man etwa 30 Stunden. Da sich das Herstellungsverfahren leicht automatisieren läßt, wird der Preis wahrscheinlich noch herabgesetzt werden können.