Seit vielen Jahrzehnten hatte es zwischen Kandalanien und Bandalusien keinen Währungsunterschied gegeben. Es gibt die Kandalanien-Mark und die Bandalusien-Mark; beide waren gleich viel wert, bis der Finanzminister von Kandalanien entschied, daß von nun an die B-Mark nur noch 90 K-Pfennige wert sei. Sofort reagierte die darob aufgebrachte Regierung Bandalusiens mit einer Gegenmaßnahme: auch in Bandalusien ist jetzt die K-Mark nur noch 90 B-Pfennige wert.

Ein Kandalanier machte sich das doppelseitige Währungsgefälle zunutze. Mit einer B-Mark, die er noch besaß, ging er nach Bandalusien, um eine Rasierklinge (Wert 10 B-Pfennige) zu kaufen. Der Drogist wollte ihm 90 B-Pfennige herausgeben, aber da meinte unser Kandalanier, er wolle lieber eine K-Mark herausbekommen, sie sei ja nur 90 B-Pfennige wert. In seiner Heimat wendet der Grenzgänger den Trick abermals an: er kauft mit seiner K-Mark eine Rasierklinge und läßt sich eine B-Mark herausgeben.

Diese Geschäfte sind absolut reell. Folglich müssen die so gekauften Rasierklingen reell bezahlt sein. Es muß also möglich sein, anzugeben, auf wessen Kosten der Grenzgänger seine Rasierklingen kaufte, ohne etwas dafür zu bezahlen.

(Die Auflösung steht auf Seite 24)