In zwei Tagen (2. und 3. Mai) zogen die Aktien der Allianz Versicherungs-AG, München-Berlin, an den Börsen um insgesamt 430 DM an. Börsengerüchte, die schon vor der Aufsichtsratssitzung von einer Kapitalerhöhung wissen wollten und welche die Kursbewegung eingeleitet hatten, haben sich bestätigt. Die Hauptversammlung am 28. Mai soll über eine Kapitalerhöhung um 27,2 Mill. DM auf 80 Mill. DM beschließen. Die mit 90 % einzuzahlenden neuen Namensaktien sollen den Aktionären 2:1 zu pari angeboten werden, wobei die Spitze von 0,8 Mill. DM, die zur Kapitalabrundung dient, zur Verfügung der Verwaltung bleibt. Nach Durchführung der Transaktion wird das Grundkapital der Gesellschaft mit 90% eingezahlt sein. Außerdem sollen die Aktionäre eine Stückdividende von 30,60 DM für 1962 genehmigen, die einer unveränderten Ausschüttung von 17% entspricht.

Mit der Kapitalerhöhung will man nicht nur das Eigenkapital dem steigenden Geschäftsvolumen anpassen, sondern sich auch für die wachsende internationale Konkurrenz wappnen. Gemessen an den Zuwachsraten aus Zwischenergebnissen der übrigen Versicherungsgesellschaften wird die Allianz wohl mit um etwa 10% erhöhten Prämieneinnahmen rechnen können. Nachdem die Brutto-Prämieneinnahmen 1961 auf 978 Mill. DM angewachsen waren, sollte im Berichtsjahr die Milliardengrenze überschritten werden. t. r.