In Bezug auf die Mannesmann-Dividende haben die Optimisten recht behalten: der Düsseldorfer Montankonzern bleibt bei seiner Vorjahrsdividende von 14%. Das ist zweifellos ein aktionärfreundlicher Entschluß der Verwaltung, der nicht unbedingt zu erwarten gewesen war, zumal die Mannesmann-AG mit ihrem vergleichsweise hohen Grundkapital von 580 Mill. DM einen ansehnlichen Betrag für die 14%ige Dividende bereitstellen muß. Dabei ist auch im Mannesmann-Bereich – trotz seines auf Grund eines umfangreichen Produktionsprogrammes breit gestreuten Risikos – eine Schmälerung der Ertragsbasis nicht zu übersehen, eine Entwicklung, die schon im Vorjahr der Konzernverwaltung Anlaß zu sorgenvollen Ausführungen bot.

Im Geschäftsjahr 1962 schließt Mannesmann mit einem Reingewinn von 81,4 Mill. DM, das sind 1,1 Mill. DM weniger als im Jahre zuvor. Um den Dividendenbeschluß voll werten zu können, muß die Veröffentlichung des kompletten Abschlusses abgewartet werden; vorerst ist jedenfalls die Ankündigung der ungekürzten Ausschüttung bei Mannesmann eine der wenigen erfreulichen Nachrichten, die in diesen Tagen aus der Montanindustrie zu hören sind. I. N.