Es ging um die Moral, um die allgemeine und ganz besonders um die besondere in jener kleinen Denkschrift, die kürzlich in England die Gemüter bewegte. Sie ist von einer kleinen Gruppe von Quäkern herausgegeben worden, Ihr Titel: „Die Ansichten eines Quäkers zum Sex.“ Die Schrift analysiert die Verhaltensweisen verschiedener Völker zu diesem Thema. Die Verfasser kommen zu dem Schluß, es sei an der Zeit, neu zu interpretieren, was Moral sei. so wird zum Beispiel bemerkt: „Es gibt kein Land, in dem es nicht üblich wäre, daß junge Männer und Frauen aus gehobenen Gesellschaftsschichten nicht ein, zwei intime Verhältnisse gehabt hätten, ehe sie endlich den Menschen finden, den sie heiraten.“ Wir nahmen das Ereignis zum Anlaß, zu fragen, wie sich das Verhältnis von „Sex und Moral“ in einigen Ländern darbietet. Wir erwarteten keine mit Statistiken befrachteten und in soziologischen Seminaren zusammengestellten Arbeiten, sondem spontane Eindrücke aus Frankreich, England, Amerika, Polen, Schweden, Italien und der Bundesrepublik.