Die Berlinische Feuerversicherung*-Anstalt in München berichtet, daß die Beitragseinnahme 1962 um 12 % auf 76,7 Mill. DM gestiegen ist. Alle von der Anstalt betriebenen Versicherungszweige haben Überschüsse erbracht, mit Ausnahme der Transport-, Sturm- und Kraftfahr-Kaskoversicherung. In den negativen Ergebnissen dieser Sparten kommt die Auswirkung der Sturmflutkatastrophe an der Nordseeküste zum Ausdruck. Der am 7. 6. 63 stattfindenden Hauptversammlung wird eine Dividende von wieder 16 % vorgeschlagen, an der die 1962 ausgegebenen Gratisaktien voll teilnehmen.

Bei der Volkshilfe Lebensversicherungs-AG, Berlin-Köln, hat sich die erfreuliche Entwicklung der Gesellschaft auch 1962 fortgesetzt. Der Neuzugang an Versicherungssumme belief sich auf 237,6 (213,5) Mill. DM. Der Gesamtbestand erreichte Ende 1962 rund 1628 (1461) Mill. DM Versicherungssumme. Die Aktionärsdividende beträgt wiederum 12 %.

Bei der Gothaer Feuer Versicherungsbank AG in Köln nahm das Berichtsjahr 1962 einen zufriedenstellenden Verlauf. Die Gesamtbeitrags-Einnahme belief sich auf 109,6 (101,2) Mill. DM. Der Schadenverlauf war mit Ausnahme von Feuer-Industrie, Sturm und der Fahrzeugversicherung wiederum günstig. Bei „Sturm“ und „Fahrzeug“ war insbesondere die Sturmflutkatastrophe in Norddeutschland im Februar 1962 die Ursache für den starken Schadenanfall. Im letztgenannten Zweig wirkte sich der Einschluß der Überschwemmungsschäden in der Fahrzeug-Teilversicherung stark aus. Günstiger als im Vorjahr war der Schadenverlauf bei Unfall, Wasser, Reisegepäck und Fahrrad. Der Schadenverlauf des Geschäftsjahres stieg auf 66 (60) Mill. DM.

Bei der Vereinigte Haftpflichtversicherung Versicherungsverein (VHV) auf Gegenseitigkeit in Hannover stieg die Prämieneinnahme im Jahre 1962 um 10,8 auf 50,1 Mill. DM (um 27,5 %). Der Marktanteil der VHV in der Haftpflichtversicherungssparte beträgt nunmehr – an zweiter Stelle stehend – mehr als 5 %. Die Vermögensanlagen stiegen auf 32,59 (24,11) Mill. DM. Für das laufende Jahr erwartet die Gesellschaft eine Prämienzunahme von 10 auf rd. 6 Mill. DM.

Der Württembergische Versicherungsverein G. Stuttgart erhöhte 1962 seinen Versicherungsbestand auf 735,3 Mill DM (+ 96,1 Mill.). Bemerkenswert dabei ist der Anteil der Rentenversicherung, der etwa 16 % ausmacht. Zum Lebensversicherungsbes and kommt noch der Bestand an Abonnenten- und sonstigen Unfall-Versicherungen, der eine Beitragseinnahme von rund 14,8 Mill. DM erbrachte. Die Gesamtbeitragseinnahmen haben 41 Mill. DM (+ 21,3 %) betragen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 21,3 %. Die Kapitalanlagen des Unternehmens sind bis zum Ende 1962 auf rund 88,1 Mill. DM (+ 11,8 Mill.) angewachsen. Schuldscheinforderungen, Grundbesitz, Wertpapiere und Hypotheken haben hauptsächlich zum Zuwachs der Kapitalanlagen beigetragen.

Die bei der NSU Motorenwerke AG (Neckarsulm/Württ.) zu erwartende Kapitalerhöhung werde sich in ihrem Ausmaß nach der Lage des Kapitalmarktes richten und im Verhältnis 3 zu 1 oder 4 zu 1 erfolgen, schreibt die Schutzgemeinschaft der NSU-Aktionäre e. V. (Stuttgart). Der Emissionskurs werde unter 200 % liegen. Ein Beschluß der Verwaltungsgremien, so heißt es, ist bisher noch nicht gefaßt worden. Das Kapital der Gesellschaft war zuletzt 1961 um 9 Mill. auf 36 Mill. DM im Verhältnis 3 zu 1 zu 200 % aufgestockt worden.

Die Rosenthal-Porzellan AG (Selb/Marktredwitz) wird im diesem Jahr erstmals Belegschaftsaktien ausgeben. Alle Arbeitnehmer, die mindestens 12 Jahre ununterbrochen bei Rosenthal beschäftigt sind, sollen eine Rosenthal-Aktie im Nennwert von 100 DM (derzeitiger Kurs rund 400 DM) erhalten.. Die Aktien bleiben bis Ende 1967 gesperrt. Die Ausgabe von Belegschaftsaktien soll im kommenden Jahr auch auf Mitarbeiter, die mindestens 5 Jahre im Unternehmen tätig sind, ausgedehnt werden. Voraussetzung dafür sei jedoch, daß „die diesjährige Aktion innerhalb und außerhalb des Unternehmens gewürdigt wird, Aktienverkäufe sich auf begründete Ausnahmen beschränken und das Jahresergebnis für 1963 eine erneute Zuwendung zuläßt“.