Frauenlöhne holen auf

Der oft kritisierte „Lohnvorsprung“ der Männer gegenüber ihren Kolleginnen im Beruf hat sich im Bereich der deutschen Industrie während der letzten Jahre beträchtlich verkürzt. Wie das Deutsche Industrieinstitut mitteilte, sind die Bruttostundenlöhne der Frauen von 1958 bis 1962 um durchschnittlich 50,6 % die der Männer lediglich um 39,8 % gestiegen. Im Jahre 1962 allein sind die Bruttostundenlöhne der Frauen im Durchschnitt um 12,4 %, die der Männer lediglich um 11 % gestiegen.

Arbeitskräfte bleiben knapp

Nach einer bis 1966 durchgeführten Vorausschätzung des Statistischen Bundesamtes wird die aus dem derzeitigen Bevölkerungsstand und der natürlichen Bevölkerungsbewegung abzuleitende Zahl der Erwerbspersonen kaum noch zunehmen. Auch unter Annahme, daß die Ausländer-Beschäftigung etwa den jetzigen Stand behält, würde die Zahl der Erwerbspersonen 1966 mit 26,2 Mill. nur um 60 000 über dem Stand von 1962 liegen.

Die Bilanz des Streikes

Die Industrie- und Handelskammer Stuttgart schätzt den Produktions- und Umsatzverlust, der durch den Arbeitskampf in der Metallindustrie Baden-Württembergs entstanden ist, auf über 600 Mill. DM. Der Einkommensausfall der Arbeitnehmer wird unter Berücksichtigung der gezahlten Streikgelder mit etwa 70 Mill. DM beziffert, bei einer monatlichen Lohnsumme in diesem Bereich von 330 Mill. DM.

Streikverbot in Dänemark