Das große Rennen

Erhebungen der Vereinten Nationen ergaben, daß sich die Industrieerzeugung der Welt im Zeitraum zwischen 1950 und 1961 mehr als verdoppelt hat. Die jährliche Wachstumsrate betrug im Gesamtschnitt über 6 1/2 %. Den höchsten Anteil an der Weltproduktion 1961 hatten die USA mit 32 %, gefolgt vom Ostblock mit 29 % und Westeuropa mit 26 %. Im Jahre 1950 hielten West- und Südeuropa noch einen Anteil von 27 % im Vergleich zum Anteil der USA mit 40 % und dem des Sowjetblocks mit 19%.

Reallöhne in der Zone

Die Reallöhne in der Sowjetzone bleiben hinter denen der westdeutschen Industriearbeiter immer weiter zurück. Nach Berechnungen des Deutschen Industrieinstituts ist dieser Rückstand, der Anfang 1962 noch bei etwa 20 % lag, durch die Reallohnerhöhung in der Bundesrepublik und das gleichzeitige leichte Absinken in der Zone inzwischen auf 30 % gewachsen. Nach den Angaben des Instituts fielen die mitteldeutschen Reallöhne im Jahr 1962 um rund 2 1/2 %, während die der westdeutschen Industriearbeiter um 7,8% (nominal um 11,5 %) zunahmen.

4,4 Millionen neue Autos

Die EWG-Länder produzierten im vergangenen Jahr mit 4,4 Mill. Personen- und Kombiwagen knapp zwei Drittel der Erzeugung der Vereinigten Staaten. Fast die Hälfte der in der EWG gebauten Autos entfiel auf die Bundesrepublik (2,1 Mill.). Die Pkw-Produktion Großbritanniens stieg gegenüber 1961 um 24 % auf 1,2 Mill. Pkw; die der Sowjetunion nahm um 10 % auf nur 164 000 Einheiten zu.

Der Hauptsündenbock