Sie handeln unter einer gemeinsamen Direktion in einem Gebäude "einheitlich". Sie. dienen dem langfristigen landwirtschaftlichen und städtischen Realkredit in den althannoverschen Gebietsteilen Niedersachsens. Sie nennen sich öffentlich-rechtliche, regional gebundene Hypothekenbanken. Von wem ist die Rede?

Von der Hannoversche Landeskreditanstalt + Niedersächsische Wohnungskreditanstalt – Stadtschaft, Hannover. Erstere von der Kgl. Hannoverschen Regierung im Jahre 1840 als gemeinnützige staatliche Bankanstalt mit dem Ziel gegründet, die gutsherrlichen Lasten abzulösen. Letztere 1918 vom Hannoverschen Provinzialverband unter der Firmenbezeichnung "Stadtschaft der Provinz Hannover" ins Leben gerufen, um in den Städten das zu tun, was die Landschaften auf dem Lande anstrebten; die Hypothekengewährung auf genossenschaftlicher Basis. Heute ergänzen sich beide Banken, die praktisch eins sind, zumal das Land Niedersachsen bei beiden neben den Instituten selbst als Gesamtschuldner haftet. Haftet wofür? Für die 908 Mill. DM an Pfandbriefen und Kommunal-Obligationen und die übrigen Anleihemittel von 1237 Mill. DM, deren Gegenwerte in fast 130 000 Darlehen langfristig in Niedersachsen angelegt sind und von 386 Mitarbeitern "verwaltet" werden. Mit wachsendem Erfolg; denn mit der Erweiterung des Geschäfts um 376 Mill. DM hat sich die Ertragslage beider Banken gebessert. Der Gesamtgewinn von 4,9 Mill. DM, von beiden Instituten zu fast gleichen Teilen erwirtschaftet, kommt den Rücklagen zugute. Sie haben es auch nötig: Wenn auch das Land bürgt, und die Kapital-Risikofunktion es nicht erfordert, die Eigenkapitalquote von knapp 1,4 % der Bilanzsumme von 2,26 Mill. DM ist sehr niedrig und bedarf dringend weiterer Stärkung. W. W.