Strahlen schweißen Moleküle zusammen

Einen neben Werkstoff von außerordentlich hoher Festigkeit, Härte und Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit sowie Insekten- und Bakterienbefall erhält man, wenn Holz mit einer flüssigen Kunststoffmasse imprägniert und anschließend mit hohen Dosen von Gammastrahlen beschossen wird. Unter der Einwirkung dieser Strahlung nämlich werden die relativ einfachen Moleküle der Kunststoffmasse mit denen des Holzes zu Groß-Molekülen zusammengefügt, polymerisiert, wie der Fachmann sagt.

Über diese Methode der Kunststoffherstellung berichteten Vertreter der US-Atomernergie-Kommission in der vergangenen Woche auf der Strahlenchemie-Tagung in Salzburg.

Die Methoden der Polymerisation durch Bestrahlung werden in Deutschland vor allem im Mülheimer Max-Planck-Institut für Kohlenforschung studiert. Über neuere Ergebnisse der Strahlenchemie werden wir im Zusammenhang mit den in Salzburg diskutierten Forschungsergebnissen noch berichten.

Wechselstrom für das Herz

Oft ist bei Operationen die Unterstützung der Herztätigkeit dringend geboten, jedoch kann sowohl die Verabreichung entsprechender Medikamente als auch das Einpflanzen eines Schrittmachers in den Herzmuskel besonders für alte oder geschwächte Patienten mit einem zu großen Risiko verbunden sein.

Für solche Fälle empfehlen zwei Forschergruppen aus Newark, New Jersey und Boston, Massachusetts, die Anwendung einer neuen Technik, die in der letzten Ausgabe des Journals der American Medical Association beschrieben wird: Eine Edelmetall-Elektrode wird durch die Halsschlagader in die rechte Herzkammer eingeführt und mit einer sehr schwachen Wechselstromquelle verbunden. Der pulsierende Strom hält die Herztätigkeit während des Eingriffes aufrecht. Diese Methode hat sich bereits in mehr als vierzig Fällen bewährt.