Im ganzen gesehen recht erfolgreich", nennt die Sparkasse der Hauptstadt Hannover das vergangene Geschäftsjahr, in dem die Bilanzsumme dieses bedeutenden Instituts erstmals die Milliarde überschritt. Im Passivgeschäft, dessen vorrangige Bedeutung traditionsgemäß schon daran zu erkennen ist, daß es im Geschäftsbericht vor dem Kreditgeschäft behandelt wird, nahm der Spareinlagenbestand um 12,8 Prozent erfreulich zu. Nunmehr verwaltet das Institut auf 391 000 Sparkonten 612 Mill. DM. Davon stehen fast 28 % mit mindestens einjähriger Kündigungsfrist zur Verfügung. Außerdem werden Sichteinlagen mit 107 Millionen und Termineinlagen mit 72 Mill. DM in der Bilanz ausgewiesen.

Im Aktivgeschäft unterscheidet sich die Entwicklung kaum von der der meisten anderen Sparkassen. Die kurz- und mittelfristigen Kredite, Debitoren genannt, erhöhten, sich kräftig um 19 % auf 72,5 Mill. DM, der Hypothekenbestand stieg um 15 % auf 340 Mill. Die Darlehen gegen Kommunalbürgschaft weiteten sich außerordentlich stark aus. Sie wuchsen Um 32 %, auf 103 Mill. DM, allerdings nicht zuletzt wegen eines größeren Kommunaldarlehens, das bereits 1961 bewilligt wurde.

Und der Gewinn, den die nunmehr 900 (828) Mitarbeiter dank ihrer Tätigkeit in 43 Zweigstellen erzielt haben? Er beträgt 8,1 Mill. DM. Davon ist eine Million anläßlich des 140jährigen Bestehens der Kasse der Landeshauptstadt zur freien Verfügung für gemeinnützige Zwecke gespendet worden. Außerdem wurden 0,3 Mill. für ein Altersheim zur Verfügung gestellt und 0,35 Mill. als Sachzuwendung dem Gewährsverband zugeführt. Die restlichen 6,5 Mill. flössen den Rücklagen zu, so daß diese mit 47,2 Mill. DM 4,3 % der Bilanzsumme oder 6 % der Einlagen erreichen. Das ist für Sparkassen – die kein Grundkapital haben – eine hohe Eigenkapitalquote. W. W.