Von Willi Howard (New York)

Beschäftigungsnachweis zu erbringen pflegen. Diesmal ist es Oren Harris, dessen Name einen Untersuchungsausschuß ziert, der es auf bestimmte Methoden der Marktforschung abgesehen hat.

Was sind das für Methoden und was hat die amerikanische Werbewirtschaft damit zu schaffen?

Zum besseren Verständnis muß ich vorausschicken, daß, die amerikanischen Rundfunk- und Fernsehteilnehmer im Schnitt jede 1,7 Sekunden eine Dosis Reklame – pardon – Werbung, verabreicht bekommen. Mit dieser Greuelstatistik versuchte erst jüngst der Leiter der Federal Communication Commission, Mr. Newton N. Minow, die amerikanische Öffentlichkeit aufzurütteln, die es sich seiner Meinung nach nicht länger bieten lassen sollte, daß die "Programme in einem Meer von Reklamegewäsch" untergehen.

Die nach europäischem Geschmack allzu selten durch Programme unterbrochenen Werbesendungen erklären sich daraus, daß die amerikanischen Sendestationen auf privater Basis betrieben werden und mithin auf die Einnahmen aus dem Werbegeschäft angewiesen sind.

Im Unterschied zur Bundesrepublik liegt in den USA eine Vielzahl von Rundfunk- und Fernsehstationen im Wettbewerb miteinander, im Wettbewerb sowohl um die Gunst der Zuschauer und Hörer wie um die der werbenden Firmen.

Je höher die Zuschauer- oder Hörerquote, desto aussichtsreicher das Werbegeschäft. Entsprechend wird die Quantität der eingeschalteten Geräte zum alleingültigen Maßstab für die Qualität der Programme. Wehe der Sendung, deren Hörer- oder Zuschauerquote unter ein bestimmtes Mindestmaß fällt!