Die "Leonberger Bausparkasse AG" konnte ihre Position unter den 16 privaten Bausparkassen im Jahre 1962 weiter festigen. Dank einer Zuwachsrate des Neugeschäfts, die mit 11,6 (Vorjahr: 15,9) % wiederum deutlich über dem Durchschnitt aller privaten Institute von 6,6 (11,2) % lag, konnte die Kasse ihren Marktanteil nochmals leicht verbessern. Die Zahl der Neuabschlüsse kam mit 42 539 Verträgen sogar recht nahe an den durch außerordentliche Faktoren begünstigten Rekordzugang von 1958 (43 669 Verträge) heran. Da die durchschnittliche Vertragssumme inzwischen jedoch erheblich zunahm, stellt der Neuzugang des Jahres 1962 einen neuen "Rekord" dar. Mit dem zum Jahresende verwalteten Vertragsbestand von mehr als 5 Mrd. DM hält die "Leonberger" in der Rangfolge der privaten Bausparkassen nach wie vor den dritten Platz.

Charakteristisch für den Vertragsbestand ist die vergleichsweise hohe Zuteilungsquote von bereits 30,5 (28,2) % für 1962. Die Wartezeiten waren auch 1962 recht günstig, zumal das Gewicht der "neutralisierten Bausparsumme", also jener Bausparer, die von der Zuteilung ihres Vertrages zumindest vorübergehend keinen Gebrauch machen, weiter auf 282 (205) Mill. DM zunahm. Die Gesellschaft, deren Grundkapital von 6,0 Mill. DM zu etwa 60 % bei der "Allgemeine Rentenanstalt, Lebens- und Rentenversicherung AG", Stuttgart, liegt, rechnet bei Fortdauer der bisherigen Entwicklung auch für die nächsten Jahre mit günstigen Finanzierungsverhältnissen.

Seit Mitte 1962 gewährt die "Leonberger" in begrenztem Umfang zur Zuteilung anstehenden Bausparern Darlehen mit einer auf 18 1/2 Jahre verlängerten Tilgungszeit. Der höhere Zins von 6 %, der für solche Darlehen gefordert wird, erklärt sich durch die Einschaltung höher verzinslicher Fremdgelder. Mit der Tilgungsstreckung verfolgt die Kasse den Zweck, "die mit den ständig steigenden Gestehungskosten im gleichen Verhältnis steigende Zins- und Tilgungsbelastung für die Gruppe der Kleinsparer zu kompensieren." H. H.