FÜR Erzieher und Erzogene –

Helmut Schelsky: "Die skeptische Generation"; das moderne Sachbuch, Band 8, Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf; 416 S., 12,80 DM.

ES ENTHÄLT eine 1957 zum ersten Mal erschienene Darstellung der deutschen Nachkriegsjugend (das heißt, der 1945 bis 1955 15- bis 25jährigen), und es ist ein international anerkanntes Standardwerk der Soziologie – überhaupt.

ES GEFÄLLT, weil es im Gegensatz zu anderen Untersuchungen, die sich mit dem jugendlichen Forschungsobjekt beschäftigen, nicht auf psychologischen Schleichpfaden wandelnd einen bestimmten Zweck verfolgt, sondern durch eine statistisch solide fundierte und breit angelegte Analyse seine These aufbaut und bestätigt. Für den Leser von 1963 aber ergibt sich natürlich die Frage: Was ist aus ihr geworden, der skeptischen, entideologisierten, praktisch veranlagten, der "erwachsenen" Generation, die ja heute bereits mitten im Leben steht, ein Durchschnittsalter von 33 Jahren hat? Und weiter: Was kam nach dieser Generation, wie verhält sich die nächste? Wenn man ein so wichtiges und so richtiges Buch geschrieben hat wie Helmut Schelsky, dann ist man auch die Fortsetzung schuldig. PeK