Die Sachinvestitionen der Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen Aktiengesellschaft, Wiesbaden, die 1961 über 86 Mill. DM betrugen, beliefen sich im Berichtsjahr 1962 "nur" noch auf 56 Mill. DM. Das war immer noch bedeutend mehr, als die Abschreibungen mit 32 Mill. DM ausmachten. Der Kapitaleinsatz diente hauptsächlich der Rationalisierung, deren Erfolge jedoch durch die laufenden Kostenerhöhungen weitgehend wieder aufgezehrt wurden.

Die Geschäftslage war in den einzelnen Branchen unterschiedlich. Die Sparten Apparatebau. und Maschinenbau haben gut gearbeitet; im Geschäft mit Kühlschränken, Dieselmotoren und Ackerschleppern wurde der Absatz gehalten; technische Gase und Schweißtechnik entwickelten sich weiterhin günstig. Mit seinen Beteiligungsgesellschaften konnte das Unternehmen zufrieden sein. Sie haben mit einer Million im Berichtsjahr etwa 0,3 Mill. DM mehr gebracht als 1961.

Die Ertragslage hat sich trotz erhöhter Umsätze gegenüber dem Vorjahr verschlechtert, soweit man es von außen erkennen kann. Der Rückgang der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 25,8 Mill. DM ist jedoch durch den Abbau überhöhter Vorräte und durch die zeitliche Verschiebung in der Abrechnung von Großanlagen entstanden. Der Rücklage konnten daher in diesem Jahr nur 0,45 Mill. DM gegenüber 2 Millionen im Vorjahr zugewiesen werden. Der offen erkennbare Reingewinn blieb dagegen unverändert. Er erlaubt es wiederum, eine Dividende von 18 % zu zahlen.

Das laufende Jahr wird von der Verwaltung günstig beurteilt. Sorge bereitet die fortschreitende "Kosteninflation". Die Weitergabe zusätzlicher Aufwendungen im Preis erscheint bei dem harten Wettbewerb unmöglich. W. R.