Rotterdam, im Juni

Eine Marinekapelle blies einen Marsch, ein Bootsmaat pfiff, ein Zug Kadetten stand stramm, und ein verrosteter, 300 Jahre alter Schiffsanker wurde von der Empore auf die Straße heruntergelassen. Das Hilton-Hotel im Zentrum von Rotterdam war symbolisch vor Anker gegangen. Conrad Hilton schüttelte viele Hände und sprach die bei Einweihungen seiner Hotels schon historischen Worte: Be my guests.

500 Betten in 275 Zimmern, neun Etagen. Viel Geschmack bei der Einrichtung der Räume, aufmerksames Personal, exquisite Küche. 26 Millionen Mark hat der Bau gekostet; zu den Geldgebern gehören die Holland-Amerika-Linie, die KLM und die Stadt Rotterdam. Es ist das zweite Hilton-Hotel in Holland. Im Oktober letzten Jahres hatte das Haus in Amsterdam eröffnet.

Bewohnt man ein komfortables Doppelzimmer allein, zahlt man Preise von 30 Mark an pro Nacht, zu zweit wenigstens 45. Frühstück: drei Mark (complet), 4,75 (holländisch), 5,75 (amerikanisch).

Von Rotterdam eilte Conrad Hilton nach Brüssel, um dort einen Grundstein zu legen. Anderntags, am 5. Juni, eröffnete er das Cavalieri Hilton in Rom, am 13. Juni hatte Hongkong Hilton Premiere, am 17. Juni Tokio Hilton und am 25. Juni wird New York Hilton eröffnet.

Dann sind auf dieser Erde 56 Hilton-Hotels in Betrieb mit insgesamt 38 875 Zimmern. Elf Hotels sind außerdem in Bau (zwei davon in Paris), neun weitere sind geplant. G. D.