Weiter steigende Baupreise

Die Baupreise für Wohngebäude in der Bundesrepublik sind im Mai gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 5,7 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lag der für diesen Bauzweig berechnete Preisindex im Mai dieses Jahres nach vorläufiger Berechnung um 2,2 % höher als im Februar. Die Preise bei den Erd- und Grundbauarbeiten verzeichneten einen Anstieg von 1,6 %, bei den Rohbauarbeiten um 2,9 und beim Ausbau der Gebäude um 1,8 %. Lediglich die Kosten für Ofen- und Herdarbeiten gingen um rund 2 % zurück.

Eisenbahn verlor Fahrgäste

Die Zahl der im öffentlichen Verkehr beförderten Personen zeigt seit 1959 eine leicht rückläufige Tendenz (–1,6 %). Die Fahrgastzahl ging bei den Eisenbahnen um 16,4 % und bei den Straßenbahnen und Bussen um 10,1 % zurück. Diese Entwicklung ist zum Teil auf die Abwanderung zum eigenen Automobil zurückzuführen. Dagegen ist die Zunahme der von den Kraftomnibussen beförderten Personen um 18,8 durch die starke Umstellung von Eisenbahn und Straßenbahn auf den Kraftomnibus zu erklären.

Das Sparkonto des Bundesbürgers

Ende 1962 betrugen die Einlagen auf Sparkonten (ohne Postsparbücher) je Einwohner der Bundesrepublik 1 163 DM; das waren 147 DM oder 14,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Erhebliche Unterschiede bestehen dabei jedoch zwischen den einzelnen Bundesländern. Die Spitze hielten die Hansestädte, voran Hamburg mit einer Sparsumme von 1 563 DM je Einwohner und Bremen mit 1 244 DM. Wenig mehr als die Hälfte erreichte dagegen Schleswig-Holstein mit einem Einlagenbestand von nur 859 DM je Einwohner.

Zu wenig Baumaschinen

Für die Ausweitung der Kapazität des Baugewerbes haben sich die zuständigen Verbände eingesetzt. Als Hilfe für die Bauwirtschaft fordern sie von der Regierung, daß Baumaschinen, die von 1962 bis 1964 gekauft werden, sofort steuerlich abgeschrieben werden können. Eine solche Maßnahme würde zur Entspannung auf dem Baumarkt beitragen.