Die NSU Motorenwerke AG, Neckarsulm, haben seit der Aufnahme der Autoproduktion im Jahre 1958 200 000 Automobile hergestellt, eine Stückzahl, die, wie der ’Leiter des Unternehmens Dr. von Heydekampf anläßlich der Vorlage des Abschlusses für 1962 erklärte, nicht vorgesehen war. Die Aufnahme der Automobilfertigung war, wie der vorliegende Abschluß zeigt, für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Die Umsätze, die 1955 einen Nachkriegsrekord von über 200 Millionen DM erreicht hatten, gingen bis 1957 um 25 % zurück. Die Zweiradfertigung, die 1955 noch (alles in Millionen DM) 185 ausmachte, ist im vergangenen Jahr auf 26,1 gesunken. Dagegen hat sich die Automobilerzeugung von 125,8 auf 204,6 erhöht. Diese erhebliche Steigerung des Automobilabsatzes hat den weiteren Rückgang des Zweiradgeschäftes, der 1961 noch 49,4 ausmachte, mehr als ausgeglichen. Insgesamt konnte NSU einen Umsatz von 264,1 (212,9) erzielen; das entspricht einer Steigerung von 24 %. Die Betriebe waren voll ausgelastet.

Mit 56 246 Prinz- und Sport-Prinz-Einheiten konnte der Verkauf um 51 % erhöht werden. Der Anteil der Automobile an der Gesamterzeugung bei NSU hat jetzt 82 % (64 %) erreicht, nachdem er längere Jahre 50 zu 50 betrug. Die NSU Werke glauben auch wie Dr. von Heydekampf betonte, der verschärften Konkurrenzkampf bestehen zu können. Eine Verbreiterung der Basis des Automobilgeschäftes wird für unerläßlich gehalten.

Das gute Ergebnis hat sich auch in der Erfolgsrechnung niedergeschlagen. Die Gesellschaft bleibt zwar bei 8 % Dividende aus einem Gewinn von 2,88 (2,52) auf diesmal 36,0 (27,0) Kapital. Eine höhere Ausschüttung wäre durchaus möglich gewesen. Bei einer Steigerung der Umsatzerlöse um 25 % auf 264,11 sind die Ertragsteuern um über 115 % auf 5,29 gestiegen. Der Hauptversammlung am 11. Juli wird eine Kapitalerhöhung um 12 auf 48 Mill. DM zu 175 % zur Finanzierung der erhöhten Investitionen vorgeschlagen. In laufenden Jahr erwartet man eine weitere Umsatzsteigerung. Ga