Die Niedersächsische Landesbank berichtete für 1962 über eine erfreuliche Entwicklung "fast aller Geschäftszweige". Entgegen den Erwartungen stieg die Bilanzsumme um 360 Mill. DM auf 3,12 Mrd. DM. Während das Kommunalkreditgeschäft durch die "Unstetigkeit des Rentenmarktes und die wechselnde Konkurrenz" beeinflußt war, lag die Wachstumsrate beim gewerblichen und industriellen Kredit "erheblich" über dem Durchschnitt der früheren Jahre. Der Geschäftsbericht enthält allerdings eine kritische Note, in dem er davon spricht, daß gegenüber einzelnen Branchen "eine gewisse Zurückhaltung" gegenüber deren Kreditwünschen angebracht erscheinen lasse. Im kurzfristigen Kreditgeschäft hat sich das Institut der Einzel- und Familienbetriebe besonders angenommen, offensichtlich eher im Vertrauen auf die unternehmerische Fähigkeit als auf handfeste Sicherheiten. Entsprechend der Geschäftsausweitung erhöhten sich die Erträge: Der Überschuß der Zinsen und Provision belief sich auf 23,23 Mill. DM. Aus dem Börsengeschäft konnten – trotz des allgemeinen Tendenzumschwungs – beinahe eine Million (0,94) erwirtschaftet werden.

Die Bilanzzahlen der Landesbank und Girozentrale Rheinland-Pfalz lassen eine erfreuliche Expansion des Geschäftsvolumens erkennen. Die Debitoren und sonstigen kurzfristigen Anlagen dieser erst im Jahre 1958 gegründeten Bank sind um rund 40 % auf 440,8 Mill. DM gestiegen. Die langfristigen Ausleihungen erscheinen mit 832,5 Mill. DM um rund 36 % höher als im Vorjahr. Ihr Anteil am Geschäftsvolumen (ohne Landeswohnungsbaufonds) beträgt nunmehr 48,3 % und weist auf die Bedeutung der langfristigen Investitionsfinanzierung im Rahmen des Gesamtgeschäfts der Bank hin. Die Ertragslage der Bank hat sich weiter verbessert. Die Ertragsrechnung weist einen Gewinn von 4,46 (i. V. 3,7) Mill. DM aus. Daraus sind 3,85 Mill. DM der Sicherheitsrücklage zugeführt worden.

Die Victoria Lebens-Versicherungs-AG und die Victoria Feuer-Versicherungs-AG berufen ihre ordentlichen Hauptversammlungen zum 11. Juli 1963 nach Berlin ein. Die Verwaltung der Victoria Feuer-Versicherungs-AG wird der Hauptversammlung vorschlagen, das Grundkapital durch Ausgabe neuer von eingezahlter Namensaktien von 8 Mill. DM um 4 Mill. DM auf. 12 Mill. DM zu erhöhen. Die Aktien sollen den Aktionären im Verhältnis 2:1 zu einem Ausgabekurs von 150 % angeboten werden und vom 1. 7. 1963 an dividendenberechtigt sein. Die Dividende für das Geschäftsjahr 1962 soll für beide Gesellschaften wie im Vorjahr 14 % betragen. Der Geschäftsverlauf beider Versicherer war zufriedenstellend. Das Neugeschäft der Victoria Lebens-Versicherungs-AG übertraf das Vorjahresergebnis noch etwas, obwohl 1961 einmalige Einflüsse eine besondere Steigerung bewirkt hatten. Das Prämienaufkommen der Victoria Feuer-Versicherungs-AG stieg im Geschäftsjahr 1962 um 21 Mill. DM und betrug damit 175,6 Mill. DM. Die Zuwachsrate hielt sich mit 13,6 % fast auf der Vorjahreshöhe von 13,7 %.