Leihst du mir deinen Hund, leih ich dir meine Schulungsbriefe. Doch das ist Zukunftsmusik, während die SZG (lies: Sportzuchtgemeinschaft) Collie – Sheltie – Bobtail in Rüdersdorf bei Berlin schon Ergebnisse aufzuweisen hat:

"Was leistete nun diese Grundorganisation, die Ende 1962 nur 17 Sportfreunde umfaßte, im vergangenen Jahre?" fragt Obmann Ruppert-Rente, und er antwortet: "Ich bringe es mit Stolz zur Kenntnis: Die GO führte regelmäßig ihre Mitgliederversammlungen durch, die mit etwa 98 Prozent aller Sportfreunde besucht wurden. An 40 Sonntagen wurden 1280 Stunden im Nationalen Aufbau-Werk geleistet. Aus Beiträgen haben sie 437,75 DM eingenommen und für den Verkauf von Äpfeln 607,30 DM erhalten. Das ist ein Gedanke, auf den andere Grundorganisationen noch nicht gekommen sind. Diese Initiative muß bewundert werden."

Auf einem Gebiet jedoch scheinen noch sehr erhebliche ideologische Abweichungen vorhanden zu sein, und ich greife vielleicht nur den Hundezüchtern der Volksrepublik China vor, wenn ich jetzt schon auf dieselben hinweise: Die Namen, die die Hundezüchter der DDR ihren Tieren geben, zeigen in geradezu erschreckender Weise eine feudalistisch-rückständige, imperialistische Einstellung. So sind in der Nummer 6/1963 des "Hund" Photos zu sehen von Pudeln mit den Namen "Maro Graf von Monte Christo", "Ariana de Montpellier" und "Anti von Burg Schenkhofen". Fast verbrecherisch imperialistisch allerdings scheint mir der Name Kobold von Kamerun" für einen Foxterrier, denn er erinnert an die finstersten Zeiten kolonialer Unterdrückung, da es sich nicht um einen schwarzen, sondern um einen weißen Foxterrier handelt. Ewald Pfeiffer