I ie Allgemeine Deutsche Investment Gesellschaft mbH (ADIG) hat die Speisekarte ihrer Investmentfonds um eine neue Spezialität erweitert. Seit Anfang der Woche bietet sie einen aus Bank- und Versicherungswerten gemischten "Aktientopf" unter der klingenden Bezeichnung ADIVERBA an, wobei VER für Versicherungen und BA für Bankaktjen steht. Das ist freilich alles, was die Gesellschaft — wie auch die als Depotbank fungierende Commerzbank — bis zum Ablauf der Zeichnungsfrist (5. Juli) über- die Ingredienzien dieses neuartigen Fonds verlauten läßt. Hinter solcher Zurückhaltung mag die — nach den bisherigen Erfahrungen mit der Emission von Spezialfonds — nicht ganz unberechtigte Sorge stehen, daß ein Run auf die von der Gesellschaft bevorzugten Banken — und Versicherungswerte einsetzen könnte. Wie dem auch sei, bei der Gründung von ADIVERBA war die Überlegung maßgebend, daß sowohl der Banken- als auch der Versicherungsmarkt als besonders zukunftsträchtig gelten darf. Bei den Bankwerten, die der neue Fonds ins | ie Allgemeine Deutsche Investment Portefeuille nehmen wird, sollen nicht nur die Groß- und Regionalbanken, banken berücksichtigt werden, die unter Wachstums Gesichtspunkten in der Tat zu dei interessantesten Papieren zählen. Gerade mit Rücksicht darauf, daß Hypothekenbankaktien — wie auch Versicherungsaktien — vom Durchschnittsanleger bisher als nicht ganz durchschaubar gemieden worden sind, könnte der neue Fonds seine besondere Anziehungskraft gewinnen. Die Anleger werden sich allerdings, wie auch im Falle anderer auf bestimmte Branchen spezialisierte Fonds darüber im klaren sein müssen, daß die erhöhten Chancen eines solchen Fonds mit entsprechenden Risiken erkauft werden müssen (Der Idealfonds, der es möglich macht, gut zu "essen" und trotzdem gut zu "schlafen", ist immer noch nicht erfunden ) Der erste Ausgsbepreis des Fonds ADIVERBA beträgt 50 DM je Anteil. Nach Ablauf der Zeichnungsfrist wird der Ausgabepreis wie üblich auf Grund des Inventarwertes täglich neu festgesetzt.