Zu dem guten Jahresergebnis, über das die Phoenix Gummiwerke AG, Hamburg-Harburg, berichten, hat die weitere Rationalisierung der Fertigung, der Verwaltung und des Vertriebes entscheidend beigetragen. Die Aktionäre werden wiederum mit einer Dividende von 16 Prozent bedacht, die diesmal aber voll als Dividende deklariert sind, nachdem im Vorjahre noch 2 Prozent vorsorglich als Bonus bezeichnet worden waren. Daneben konnte die auf die Stärkung der Eigenmittel bedachte Verwaltung auch noch 1,1 (1) Mill. DM den Rücklagen zuführen, die damit die stolze Höhe von 36 Mill. DM erreicht haben. Der Umfang des Rationalisierungserfolges wird erkennbar, wenn man weiß, daß die Erhöhung des Mengenumsatzes um 6 Prozent – der Wertumsatz ist nur um 3,2 Prozent auf knapp 312 Mill. DM gestiegen – von einer nahezu unverändert gebliebenen Belegschaft erreicht werden konnte, für deren Entlohnung aber dennoch 12,3 Prozent mehr ausgegeben werden mußten. Echte Einsparungen konnten allerdings in der Verwaltung und im Vertrieb und beim Einkauf von Rohmaterial erzielt werden. Andererseits hat auch dies Unternehmen unter dem Druck des Wettbewerbs gestanden und alle Preise im Durchschnitt um 3 Prozent senken müssen. Entscheidend zum guten Gesamtergebnis hat das Reifengeschäft beigetragen, das etwa 50 Prozent des Umsatzes ausmacht. Hier provitierte das Harburger Werk von dem steigenden Absatz der Automobilindustrie. Bei Schuhwerk und Sportartikeln war der Absatz unterschiedlich. Berufsstiefel wurden so stark gefragt, daß die eigene Produktion durch Zukaufe aus dem Ausland ergänzt werden mußte. Im Geschäft mit Sommerschuhen mußten dagegen Umsatzeinbußen hingenommen werden, einmal, weil das Wetter schlecht war, zum anderen, weil zoll- und steuerbegünstigte Importe auf den Markt drückten. No.