Die Mannequins von Maggy Rouff, Jacques Esterei und Bernard Sagardoy haben vor Journalisten und fünfzig jungen Damen, die es besonders anging, eine neue Uniform vorgeführt: Eine neue Tracht für Krankenschwestern. Sie ist aus Popeline – wie üblich, der Kragen ist halsfern – wie nicht üblich, aber hübsch: Schwestern, zeigt eure schlanken Hälse! Die Kleider werden seitlich geknöpft, die Schürze fehlt, das Haupt wird attraktiv betont: durch eine annähernd runde, sich hinten verengende Haube, die einer einfallsreichen Putzmacherin Ehre machen würde. Für Heilgymnastinnen wird eine enge lange Hose, darüber eine lose Bluse empfohlen.

Endlich! möchte man ausrufen: Krankenschwestern helfen ja nicht nur mit fachmännischen Taten, sie helfen – insonderheit bei Männern, die ja meist besonders krank sind, wenn sie krank sind – schon allein durch ihre Gegenwart. Mindestens so wichtig wie eine fleißige Biene ist eine hübsche: Fühlt sie den Puls, schlägt er schneller. Das ist manchmal gesünder. glp.