Die Memoiren Ihrer Kaiserlichen HoheitPrinzessin Soraya, alias "Kaiserin der Tränen", alias "Playgirl Nr. 1", alias "Filmprinzessin", haben es an den Tag gebracht: Ihr Schicksal war von Anfang an beweinenswert, ihr Lebensweg ein Kreuzweg.

Soraya ging noch nicht zur Schule, da wurde sie schon "fast jeden Tag" von Leuten photographiert. "Sogar die Pressephotographen waren bereits hinter mir her." Kein Wunder, daß Soraya – von der Schulbank zum Pfauenthron avanciert – auf jeden Photoblitz allergisch reagierte. Ihre Augen wurden immer trauriger.

Schlimmer noch als die Photographen spielten ihr die Klatschbasen unter den Journalisten mit: "Für diese Leute war mein Privatleben eine Art Fortsetzungsroman, in dem jede Woche etwas Neues passieren mußte." Dagegen war selbst das Bonner Auswärtige Amt machtlos, das sich mit einer Lex Soraya schützend vor ihr Privatleben zu stellen suchte.

"Das einzige Ergebnis der Diskussion (über die Lex Soraya) war, daß man sich nach wie vor mit meiner Person beschäftigte", wehklagt die Ex-Kaiserin in "Quick".

Soraya sollte eben nicht zur Ruhe kommen, obwohl sie doch in aller "Zurückgezogenheit" und "Weltabgeschiedenheit" lebte...

Was aber geschah, als ihre Klagen endlich Gehör fanden und selbst die "Bild"-Zeitung Besserung gelobte? Da setzte sich Ihre Kaiserliche Hoheit Prinzessin Soraya hin und machte aus ihrem Privatleben einen Fortsetzungsroman:

"Jetzt spreche ich."

Die Lex Soraya hätte sie vor der Sensationspresse schützen sollen. Wer schützt uns jetzt vor Soraya? W. B.