Die Portland-Cementfabrik Germania AG (Hannover) erzielte im Geschäftsjahr 1962 bei einem Versand von rd. 700 000 t Umsatzerlöse von 34 Mill. DM. Das entsprach gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 3 bzw. 6,7 %. Die Gesellschaft hat in den letzten beiden Jahren zusammen 18 Mill. DM und seit der Währungsreform insgesamt 48 Mill. DM investiert. In der Hauptversammlung erklärte Vorstandsmitglied Dr. Walther Borchmeyer, daß sich die Cementfabrik in der letzten Zeit besonders um die Reinhaltung der Luft bemüht hat. 1962 seien dafür 1,2 Mill. DM ausgegeben worden. Für 1962 werden wieder 14 % Dividende gezahlt.

Die Raiffisen- und Volksbanken-Versicherung Allgemeine Versicherung; AG und die ihr verbundene Lebensversicherungs-Gesellschaft a. G. (beide Wiesbaden) hatten 1962 eine beachtliche Zunahme ihres Geschäftes zu verzeichnen. Bei der Allgemeine Versicherungs AG ist die Beitragseinnahme gegenüber dem Vorjahr um 13,6 auf 114,0 Mill. DM gestiegen. Die Schadensleistungen lagen infolge der Flutkatastrophe in Norddeutschland und zahlreicher Stürme in der Sturm-, Kraftverkehr-Kasko- und der Transportversicherung beträchtlich über denen des Vorjahres. Dennoch gab es ein günstiges Jahresergebnis, aus dem die Gesellschaft die Sonderrücklagen um 1,0 Mill. DM und die Rücklage für außergewöhnliche Schadensfälle um 1,7 Mill. DM verstärken konnte. Aus dem Reingewinn von 1,18 Mill. DM wird eine Dividende von 10 % (i. V. 8 % und 2 % Bonus) auf 9 Mill. DM Aktienkapital verteilt. Die Lebensversicherungs-Gesellschaft a. G. hatte 1962 einen Bestandszuwachs von 0,3 Mrd. auf 1,5 Mrd. DM zu verzeichnen.

Die Volkswohl Krankenversicherung VaG. in Dorfmund hatte im Geschäftsjahr 1962 ein Beitragsaufkommen unter Einschluß der Nebenleistungen von rd. 135,5 (103,4) Mill. DM. Der Versichertenbestand stieg bis zum Jahresende auf 1,18 (1,15) Millionen. Der Schwerpunkt des Neuzuganges lag wiederum bei der selbständigen Teilversicherung, eine Erscheinung, die allgemein beobachtet wird. Sie hat ihre Ursache in der Unsicherheit über das zu erwartende, aber infolge widerstreitender Interessengruppen immer wieder verschobene Krankenversicherungsneuregelungsgesetz. Nach den bisherigen Beobachtungen steigen die Honorare, die Kosten für die Krankenhausbehandlung und Medikamente weiter, so daß mit einem Ansteigen der Schadenleistungen zu rechnen ist. Das Unternehmen erwartet zwar ein befriedigendes, aber nicht mit dem Vorjahr vergleichbares Geschäftsergebnis.