Mit einer Ausschüttung von 5,40 Schweizer Franken wartet der „Eurobau“ Europäischer Immobilien-Anlagefonds Zürich, auf, der auch in der Bundesrepublik durch ein breites Bankenkonsortium vertreten ist. Auf den Ausgabekurs von zur Zeit 108,95 Franken bezogen macht die Ausschüttung also etwa 5 % aus. Für die Rechenschaftsperiode 1963/64 (1. Juli bis 30. Juni) wird mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. Wie es allerdings auf die Dauer mit den Ausschüttungen sein wird, vermag man heute nur schwer zu sagen. Der Fonds selbst operiert insofern vorsichtig, als er die Ausschüttung in 4,50 Franken plus 1 Franken Bonus aufgliedert. Der Bonus ist in Frankreich verdient worden. In Paris konnten Eigentumswohnungen mit einem ansehnlichen Gewinn verkauft werden. Bei weiteren Neuanlagen in Frankreich wird allerdings Zurückhaltung geübt, weil die starke Verteuerung des Bodens Bedenken erregt. In Anbetracht der in Frankreich sehr hohen Hypothekenzinsen ist dort der Kauf von Wohnungen mit Hilfe von Zehnjahres-Finanzierungen für den Wohnungssuchenden interessanter als die Miete einer Wohnung. Infolgedessen will der Fonds in Frankreich weiterhin seine zu errichtenden Objekte wohnungsweise veräußern. Im übrigen hat er sich an einer französischen Immobiliengesellschaft durch Aktienerwerb beteiligt.

Mit großer Aufmerksamkeit widmet sich der Fonds den Anlagen in der Bundesrepublik, wo in Frankfurt ein repräsentatives Geschäfts- und Bürohaus errichtet und vermietet wird. In Bonn sind zwei Häuser in Bau, wovon eines an eine Regierungsstelle langfristig vermietet worden, ist. In der Schweiz besitzt der Fonds mehrere Wohn- und Geschäftshäuser. Neue Objekte sind in der Planung. In England wurde bislang nur ein gut gesicherter Baukredit placiert, hauptsächlich wohl unter dem Gesichtspunkt einer möglichst breiten internationalen Streuung. Investitionspläne bestehen daneben in Spanien und Portugal. Ausdrücklich wird jedoch hervorgehoben, daß man sich nicht auf dem Gebiet des Tourismus engagieren will. Vielmehr ist an den Bau von soliden Geschäfts- und Wohnhäusern gedacht. Vielleicht wird man auch hier dazu übergehen, Wohnungen und Büros nach dem französischen Beispiel zu verkaufen. –dt