Sag’s mit Nüssen

Niemand wird auf den Gedanken kommen, die Frucht des Corylus avellana‚ weithin als Haselnuß bekannt, gehöre zu den „natürlichen Kurmitteln von Bad Pyrmont“. Dergleichen hatten die Kurgäste in der Tat auch niemals mit dem Bemerken knabbern müssen, das sei ein Teil der Therapie. Was mögen sie also gedacht haben, als ihnen die Post ein Päckchen ins Haus brachte, das mit eben jenen Früchten gefüllt war? Nur ein Nußknacker fehlte. Indessen, die Erinnerung an das niedersächsische Staatsbad, unterstützt durch ein Badethermometer, ein Puzzlespiel, eine Schallplatte mit Gymnastikanweisungen oder durch die hübsche Gabe einer Kerze pünktlich zum Geburtstag – brachte sie der Enthüllung solch lieber Rätsel näher. Der Text auf dem Nußkarton erklärte schließlich: Ein Eichhörnchen sorgt im Herbst für den Winter vor; alsdann, Mensch, tue gleiches und wappne dich für unwirtliche Zeiten: Geh’ nach Pyrmont und sammele Kraft durch Kurmittel, ehe der Frost an dir nagt.

Entspanntes Malen

Wie erreicht man, daß sich Kranke, die zur Kur sind, entspannen? Auf diese Frage hat die Kurverwaltung von Bad Oeynhausen eine Lösung gefunden, die zu ihrer „Leisen-Therapie“ zählt. Sie engagierte einen bekannten Künstler, der noch bis Oktober den Patienten zeigt, wie man malt. Und so malen die Kurgäste an zwölf Staffeleien sich ihre Krankheit von der Seele, vom Herzen. Eine Ausstellung ihrer Bilder hat noch nicht stattgefunden.