Ein Salut dem Debütanten dieses Monats, der sich mit bescheidener Bestimmtheit zwischen Christlichem Trauer-Spiel, unchristlichem Lust-Spiel, den Klagen eines Clowns und den Kapriolen einer zimtfarbenen Dame angesiedelt hat. Rudolf Hagelstanges Bericht über die Reise, die er im Herbst vergangenen Jahres zusammen mit Heinrich Böll und Richard Gerlach in die Sowjetunion unternahm, hat die richtige Mitte zwischen Reportage und Deutung, gewinnt Farbe durch Stimmungen, Eindrücke, Bilder, und ist so eine willkommene Ergänzung zu schwergewichtigen Sowjet-Büchern wie dem von Mehnert und eine nötige Fortsetzung zu der Reiseskizze von Koeppen, dessen Rußlandfahrt ja nun auch schon mehr als fünf Jahre zurückliegt. -a. f.