Wer das Leben anders als eine sich selbst vernichtende Illusion ansieht, ist noch selbst im Leben befangen. Novalis

Die ZEIT für Grass

In seinem Roman „Hundejahre“ (von Walter Jens in dieser Nummer besprochen), gibt Günter Grass folgende Definition der ZEIT: „Nachts links, am Tage rechts und im Herzen avantgardistisch.“ Diese „wahre ZEIT-Mischung“, wie Grass es nennt, scheint uns ein paar Tage und Nächte des Nachdenkens wert.

Mutmaßungen über Johnson

„Ich kann nicht gerade behaupten, von den ‚Mutmaßungen über Jakob‘ hingerissen zu sein“, schreibt Philip Toynbee in der englischen Wochenzeitung Observer über den jetzt auch in England erschienenen ersten Roman von Uwe Johnson. „Aber“, so fügt er hinzu, „ich glaube, daß Uwe Johnson einer der interessantesten und selbständigsten unter den jungen Romanciers ist und seinen eigenen Weg sicher und mutig gehen wird.“

Unleserliche Stillung

Ein Erlebnis von Seltenheitswert hatte der amerikanische Schriftsteller und Dramatiker Tennessee. Williams: Er bekam viele der Manuskripte, die er der State-University in Austin (Texas) als Stiftung vermacht hatte, mit dem Vermerk „unleserlich“ zurück. Williams wurde ersucht, die Manuskripte mit literarhistorischen Marginalien wieder zurückzuschicken. Die Randbemerkungen sollten allerdings, so wünschte sich’s die Universität, mit Schreibmaschine geschrieben sein.