Du“, sagte sie und sah ihren Begleiter an, einen jungen Mann mit dunklem Teint und schwarzen Haaren, „noch Kaffee mögen? Oder essen etwas? Kuchen sehr gut. Ich bestellen an Theke, du warten einen Augenblick!“

„Mir wäre eine Tasse Kaffee ganz lieb“, erwiderte er. „Und wenn du Kuchen bestellen magst, bin ich auch einverstanden

„Gut, du bleiben hier, ich gehen und bestellen“, sagte sie und erhob sich.

Ich sah die Bekannte des Persers zum ersten Male und fragte neugierig: „Ihre Begleiterin ist wohl auch Ausländerin?“

Er lachte. „Sie glauben, weil sie so gebrochen Deutsch spricht ...“ Er lachte wieder. Nein nein – meine Freundin ist aus Deutschland. Das Komische ist allerdings“, sagte er, „daß die meisten Deutschen, wenn sie hören, daß man Ausländer ist, ihre eigene Sprache zu vergessen scheinen. Sie fangen an, ein bißchen zu lallen, sie treiben Baby-Konversation in einem ganz merkwürdigen Deutsch Er lächelte noch. „Bei meiner Freundin macht mir das allerdings nichts aus. Es klingt bei ihr so hübsch naiv. Sie spricht fast mit einem richtigen Akzent, beinahe wie eine Französin. Hübsch, nicht wahr?“

Die verkappte kleine Französin war. an den Tisch zurückgekehrt. Sie maß ihren Freund mit zärtlichem Blick. Dann sagte sie sanft, als rede sie zu einem Zweijährigen: „Sie nur noch hatten Erdbeertorte. Du mögen Erdbeeren? Ich nicht mögen. Ich bestellen Erdbeertorte für dich und für mich bestellen Eis. So gut?“

„Es ist schon recht, Liebling“, sagte der Perser und zwinkerte mir zu. Ich zwinkerte zurück, trank meinen Kaffee aus und erhob mich.