Expandierender Haushaltsstrom

Ihre wöchentlichen „Gespräche am Bankschalter“ lesen wir immer mit großem Interesse und Gewinn. Dabei haben wir ab und an Gelegenheit, wenn auch nicht immer angenehme, so doch durchweg treffende Bemerkungen über unser Unternehmen zu finden. Den Bericht „Rehabilitierte HEW-Aktie“ haben wir mit ganz besonderer Aufmerksamkeit und mit großer Befriedigung gelesen.

Wir begrüßen es sehr, daß sich an der Börse endlich eine Bewertung unserer Aktie durchsetzt, die dem Substanzwert, der Ertragskraft und den Zukunftsaussichten unseres Unternehmens näherkommt. Unser kaufmännisches Vorstandsmitglied, Herr Dir. Dr. v. Malaise, hat ja auf diese Frage anläßlich der letzten Hauptversammlung besonders hingewiesen und auch unser Aufsichtsratsvorsitzender, Herr Senator Dr. Weichmann, hat sich in dieser Richtung geäußert.

Auf einen kleinen Punkt Ihres sehr informativen Artikels möchten wir Sie allerdings aufmerksam machen. Sie schreiben, daß der Stromverbrauch der Haushaltungen langsamer wachse als der der übrigen Stromabnehmer. Wir dürfen darauf hinweisen, daß in den letzten 10 Jahren der Stromverbrauch der Hamburger Haushaltungen auf das 3,4 fache angestiegen ist, während der Gesamtstromverbrauch Hamburgs auf das 2,6 fache zunahm. Nach den Berichten des Elektrizitätsreferats im Bundeswirtschaftsministerium sind in diesem Zeitraum für die Bundesrepublik folgende Zuwachszahlen zu verzeichnen:

Gesamtstromverbrauch + 130 %

Haushaltsstromverbrauch + 283 %

Die über den Anstieg bei den anderen Verbrauchergruppen weit hinausgehende Zunahme des Haushaltsstromverbrauchs ist nach den Feststellungen des Elektrizitätskomitees der OECD in Paris auch in den anderen westeuropäischen Ländern festzustellen. Hiernach nahm der Stromverbrauch Westeuropas in den letzten 10 Jahren wie folgt zu: