Prozeß

Charlie Chaplin hat ein Sanatorium in Nizza verklagt. Es behauptet in einer Werbeschrift, er verdanke es einer dort praktizierten „Wunderbehandlung“, daß er mit 76 Jahren noch Vater werden konnte. In der Broschüre wird auch angeführt, daß diese Behandlung Papst Pius XII. ein so hohes Lebensalter geschenkt habe. Chaplin fordert, daß die noch vorhandenen Exemplare des Prospektes beschlagnahmt werden, und hat sich ausdrücklich einen Schadenersatzanspruch vorbehalten. Auch das Luxussanatorium Quinta Shangri-la in der kalifornischen Wüste, das für 6000 Dollar müde Gäste mit Frischzellen behandelt, wirbt in einem rosaroten Prospekt damit, daß unter den berühmten Persönlichkeiten, die diese europäische Methode nutzten, sich Charlie Chaplin, Georges Braque, der Herzog und die Herzogin von Windsor, König Ibn Saud, Konrad Adenauer und andere befänden, wie Time Magazin am 31. August 1959 berichtet habe. Für alle, bis auf den toten Georges Braque, sind also weitere Prozesse möglich.

Deutsche Gastlichkeit

Das bayerische Hotel- und Gaststättengewerbe hat Kritik an deutscher Gastlichkeit zurückgewiesen mit den Worten: „Machen wir wenigstens nicht das eigene Bett verächtlich, sondern zeigen wir es so einladend, wie es ist.“

Ohne Leumund keinen Hasen

So ohne weiteres einen französischen Hasen abzuknallen, ist für einen Deutschen trotz Freundschaftsbeteuerungen de Gaulles nicht möglich. Nur solche Waidmänner, die einen guten Leumund haben, dürfen auf Pirsch gehen. Französische Konsulate in der Bundesrepublik sollen diese Zeugnisse ausstellen, die dann von den örtlichen Behörden in Frankreich gegen einen Jagdschein eingetauscht werden. Daß Abiturzeugnisse und Impfscheine verlangt werden, wurde bisher noch nicht bestätigt.

Geadelt durch die Bahn