2 Mrd. für Auslandsreisen

Der Reiseverkehr belastete die westdeutsche Zahlungsbilanz im 1. Halbjahr 1963 mit einem Defizit von fast 900 Mill. DM. Für Reisen ins Ausland gaben Bundesbürger Devisen im Wert von 1,87 Mrd. DM aus, während die Einnahmen von ausländischen Gästen den Gegenwert von 0,98 Mrd. DM ausmachten. Der Anstieg der Ausgaben gegenüber der Vorjahrszeit lag mit 158 Mill. DM zwar nicht mehr so hoch wie 1962 (376 Mill. DM), jedoch immer noch mehr als dreimal so hoch wie der der Einnahme (48 Mill. DM).

Arbeitskosten stiegen um 38 %

Von 1957 bis 1961 stiegen die Gesamtarbeitskosten in 13 Industriebereichen innerhalb der EWG je Arbeitnehmer um 2012 DM oder 37,7 %. Dabei ging die Erhöhung der Direktlöhne (+ 37,9 %) mit der der Lohnnebenkosten (+ 37,4 %) fast parallel, Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt in einer Untersuchung über die Aufwendungen der Arbeitgeber für Löhne und Lohnnebenkosten. Im einzelnen betrugen die Arbeitskosten im Durchschnitt je Beschäftigten 7848 DM.

FDP für festen Getreidepreis

Der deutsche Getreidepreis muß nach Ansicht der FDP bis 1966 stabil bleiben. Wie im Pressedienst der Partei mitgeteilt wurde, will die FDP-Fraktion bei den Koalitionsverhandlungen fordern, daß die kommende Bundesregierung an dem deutschen Getreidepreis solange festhält, bis ein Abbau der Wettbewerbsverzerrungen und eine Harmonisierung der Kosten erfolgt sei. Dieses Ziel könne unter den derzeitigen Umständen innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bis zum 1. Januar 1966 nicht erreicht werden.

Einzelleistungs-Honorar an Ärzte

Die Bemühungen der Ärzteschaft, die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) in der Bundesrepublik zu einer Honorierung jeder ärztlichen Einzelleistung für versicherte Patienten an Stelle der bisher allgemein üblichen „Pauschalvergütung“ zu bewegen, haben einen entscheidenden Anfangserfolg gezeitigt. Die AOK hat als erste Ortskrankenkasse in der Bundesrepublik mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung diesem Systemwechsel bei der Honorierung in einem Abkommen vereinbart. Der neue Vertrag sieht außerdem eine bemerkenswerte Aufbesserung der Vergütungen für ärztliche Leistungen vor.