FÜR den Nachurlaub in der Heimat Matthaeus Merian: „Die schönsten europäischen Städte“, mit einer Einleitung von Friedrich Schnack; Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg; 46 Kupferstich-Reproduktionen, 28,– DM.

ES ENTHÄLT als Auswahl aus Merians „Archontologica Cosmica“ und seiner „Topographica Germaniae“ Ansichten von Amsterdam, Antwerpen, Basel, Berlin, Bologna, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Burgos, Candia, Chälons sur Marne, Chur, Florenz, Frankfurt/Main, Fulda, Genf, Gent, Goslar, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Konstantinopel, Kopenhagen, Krakau, Leyden, Liegnitz, Löwen, London, Meran, Nördlingen, Paris, Prag, Ragusa, Rom, Rostock, Rotterdam, Rouen, Sevilla, Stockholm, Straßburg, Thun, Troyes, Venedig, Verona, Weimar, Wien.

ES GEFÄLLT als ein mit Hilfe von Skizzenbuch und Kupfertafel entstandenes Dokument Europas aus einer Zeit, da dieses noch recht wenig von sich selber ahnte. Dem diastrunkenen Auge des Europa reisenden von 1963 tut es wohl, sich auf der schwarz-weißen Ordnung dieser so überschaubaren städtischen Gebilde auszuruhen, sein von touristischen Superlativen strapaziertes Ohr horcht plötzlich wieder auf bei so simpel-stolzen Beschreibungen wie dieser von Stockholm: „Die Stadt... hat auch bei bisherigem Flor der Krone Schwedens an Commerden und herrlichen Gebäuden sehr zugenommen, so daß sie wohl meritieret, unter die ansehnlichsten Städte von Europa gezählt zu werden.“ Pek